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SRF-Stars starten Wahlkampftour durch Schweizer Beizen

Simon Ulrich
Simon Ulrich

Zürich,

Laut Umfrage befürworten über die Hälfte der Stimmberechtigten eine Senkung auf 200 Franken. SRG-Stars touren nun durchs Land, um für den Sender zu werben.

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Die Halbierungsinitiative liegt momentan vorn. Die SRG geht nun mit ihren Moderatoren in die Charmeoffensive. - SRG

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Mehrheit unterstützt laut Umfrage die Halbierungsinitiative zur Medienabgabe.
  • Die SRG reagiert mit einer landesweiten Gesprächskampagne in kleinen Gaststätten.
  • Generaldirektorin Wille warnt: Eine halbierte SRG wäre das Ende des bisherigen Angebots.

Eine Umfrage von Tamedia und Leewas zeigt: Die Mehrheit der Stimmberechtigten unterstützt aktuell die Halbierungsinitiative zur Senkung der Medienabgabe.

40 Prozent der Befragten sind klar dafür, weitere 13 Prozent eher dafür. Nur 32 Prozent sagen Nein, 12 Prozent lehnen die Initiative eher ab.

Die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) startet damit mit einem deutlichen Rückstand in den Abstimmungskampf. Der Entscheid wird voraussichtlich im März 2026 fallen.

Die Initiative verlangt eine Senkung der Abgabe von heute 335 auf 200 Franken pro Jahr. Der Gegenvorschlag des Bundesrats sieht eine Reduktion auf 300 Franken vor.

Für die SRG hätte ein Ja zur Initiative massive Folgen: Die Einnahmen würden sich halbieren, Unternehmen wären ganz befreit, und die SRG müsste ihr Angebot stark kürzen.

«Eine halbierte SRG ist das Ende der SRG, wie wir sie heute kennen», warnte Generaldirektorin Susanne Wille im SRF.

Die SRG geht auf Stammtisch-Tour

Um Zustimmung zurückzugewinnen, startet die SRG eine ungewöhnliche Kampagne: Bekannte Fernsehmoderatorinnen und -moderatoren touren durch Gaststätten im ganzen Land, wie CH Media berichtet.

Unter dem Motto «D’Schwiiz hebt zämme» sollen sie vor Ort mit Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch kommen.

Stimmst du der Halbierungsinitiative zu?

Unter anderem sind Barbara Lüthi («Club»), Arthur Honegger («10 vor 10») und Sandro Brotz («Arena») dabei. Die Veranstaltungen finden in kleinen Lokalen statt – insgesamt sind 19 Termine geplant.

Am kommenden Donnerstag spricht SRG-Generaldirektorin Wille gemeinsam mit SRF-Journalist Fredy Gsteiger im solothurnischen Kriegstetten.

Geteilte Meinungen

Themen sind unter anderem: «Warum braucht es die SRG?» und «Was unternimmt die SRG gegen Fake News?» Die Teilnahme ist nur mit Online-Anmeldung möglich.

Ein Problem der Kampagne: Die Meinungen zur SRG und ihrem Programm gehen stark auseinander. Das Format «Hallo SRF!», in dem Zuschauer Rückmeldungen geben können, brachte bislang wenig neue Erkenntnisse.

Auffällig ist zudem, dass SRF-Direktorin Nathalie Wappler bisher nicht für einen Auftritt eingeplant ist.

Kommentare

Ular

Stars? ist das jetzt Satireprogramm? Diejenigen, die sie in den Beizen antreffen verzichten wohl aufs Konsumieren vorwiegend linksgruner Sendungen.

User #3795 (nicht angemeldet)

Die SRG ist stark linkslastig und nicht viel mehr als ein Propagandasender der ebenso linken Staatsdiener in Bern. Von daher schadet eine Reduktion der Mittel nicht. 4 Sprachregionen ist zwar eine Herausforderung und genau dies hatte man bei der SRG bisher nicht wirklich. Es war Geld sozusagen ohne Ende da. Eine Rosskur wir das Angebot verschlanken und die SRG effizienter machen. Ist dies in der Privatwirtschaft nicht auch so von Zeit zu Zeit.

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