Wegen Sparprojekt: SRF streicht mehrere Ausbildungen
Der Entscheid fiel im Rahmen des Umbauprojekts «SRF 4.0». Auch die Lehre zum Anlagen- und Apparatebauer fällt beim Medienhaus weg.

Das Wichtigste in Kürze
- SRF bot bis anhin interne Ausbildungen als Schreiner und Apparatebauer an.
- Künftig bildet das Medienhaus in diesen handwerklichen Berufen aber nicht mehr aus.
- Grund sind angepasste Strukturen im Umbau- und Sparprojekt «SRF 4.0».
Für tausende junge Menschen endet in diesen Wochen die Lehrzeit – auch bei SRF.
Auf Facebook gratuliert das Medienhaus elf Absolventinnen und Absolventen aus sieben verschiedenen Berufsfeldern.
Auf dem Foto strahlen unter anderem drei Multimediaelektroniker, zwei Mediamatiker und eine Veranstaltungsfachperson um die Wette.
Hinzu kommen ein Anlagen- und Apparatebauer, zwei Praktikanten in den Bereichen Informatik und Kaufmännisches – und ein Schreiner.
Schreiner bauen Kulissen für SRF
Gerade der Schreinerberuf mag überraschen. Wozu braucht SRF eigene Schreiner?
Die Schreinerinnen und Schreiner gehören zur Szenografie und übernehmen «studio- und produktionsbezogene Infrastruktur sowie Kulissenarbeiten», erklärt SRF auf Anfrage.
Sie bauen also Kulissen, Studiotische und Requisiten. Im Auftrag von Operationen SRG arbeiten sie für die Sender SRF, RTS, RSI und RTR.
Die interne Ausbildung habe sichergestellt, «dass spezifische handwerkliche Anforderungen unmittelbar und fachgerecht innerhalb der Produktionsprozesse umgesetzt werden konnten».
SRF streicht zwei handwerkliche Ausbildungen
Doch damit ist bald Schluss, wie Nau.ch weiss: «Über die laufenden Ausbildungen hinaus bildet Operationen SRG keine weiteren Schreiner‑Lernenden mehr aus», bestätigt SRF auf Anfrage.
Derzeit befinde sich noch ein Lehrling in Ausbildung und werde diese abschliessen.
Gestrichen wird auch eine weitere Lehre: Auch angehende Anlagen- und Apparatebauerinnen und -bauer bildet das Medienhaus künftig nicht mehr aus. Sie reparieren und warten Maschinen, Apparate sowie Metallkonstruktionen.
Die Ausbildung gab es bisher, um den eigenen technischen Betrieb und die Anlagen instand zu halten.
Die übrigen aufgeführten Ausbildungen führt SRF weiter.
Sparprojekt verändert das Ausbildungsangebot
Der Entscheid sei im Rahmen des Umbau- und Sparprojekts «SRF 4.0» getroffen worden, schreibt die Medienstelle auf Nachfrage.
Dabei seien die Produktionsstrukturen und das Leistungsangebot des Bereichs Ausstattung überprüft und angepasst worden.
Vor diesem Hintergrund könne man nicht mehr gewährleisten, die vorgeschriebenen Lernziele und Kompetenzen in den beiden Berufen umfassend zu vermitteln.
«Daher fokussieren wir unsere Ausbildungsangebote auf jene Berufsbilder, für die wir die definierten Ausbildungsziele langfristig in der gewünschten Qualität sicherstellen können.»
Für die verbliebenen Lehrstellen gelten attraktive Konditionen: Man arbeitet acht Stunden am Tag, erhält 13 Monatslöhne und sechs Wochen Ferien.














