SP

    SP-Urgestein Hartmuth Attenhofer verlässt Partei

    Maike Lindberg
    Maike Lindberg

    Zürich,

    Hartmuth Attenhofer, langjähriges SP-Urgestein, verlässt die Partei mit scharfer Kritik an ideologischer Ausrichtung und internen Konflikten.

    sp urgestein
    SP-Urgestein Hartmuth Attenhofer tritt nach 50 Jahren aus der Partei aus. - keystone

    Hartmuth Attenhofer gibt nach fast einem halben Jahrhundert seine Mitgliedschaft bei der SP auf. Der 77-Jährige, früherer Kantonsratspräsident von Zürich, kritisiert in einem Austrittsschreiben die heutige Ausrichtung der Partei, so «Bluewin».

    Attenhofer wirft der SP vor, Populismus, Genderismus und Identitarismus an Stelle klarer Argumente zu setzen.

    Er bezeichnet die Haltung der Partei zum Nahost-Konflikt als problematisch. Insbesondere die Opfer-Täter-Umkehr nach dem Hamas-Angriff im Oktober 2023, so «Tachles».

    SP-Urgestein kritisiert Standpunkt im Ukraine-Krieg

    Des Weiteren kritisiert Attenhofer die Ablehnung zusätzlicher Rüstungsausgaben im Ukraine-Konflikt. Er bezeichete sie als unklug und bemängelt die Prioritäten der SP während der Finanzkrise bei der Credit Suisse 2023.

    Kannst du die Kritik von Hartmuth Attenhofer nachvollziehen?

    Er fühlt sich von der Partei entfremdet, rückt aber persoenlich nicht ab. Er will sich hingegen frei von Parteizwängen engagieren, berichtet «Zuerich24».

    Austritt wirft Fragen über Zustand der Partei auf

    Die Parteiführung zeigt sich wenig beeindruckt. Der Zürcher SP-Präsident Oliver Heimgartner erklärt, Attenhofer habe sich deutlich von der Partei entfremdet.

    Auf seine Vorwürfe wolle man nicht weiter eingehen, heisst es bei «Zuerich24».

    sp urgestein
    Hartmuth Attenhofer nach seiner Wahl zum Kantonsratspräsidenten in Zürich 2006 – jetzt ist das SP-Urgestein aus der Partei ausgetreten. - keystone

    Der Austritt des Urgesteins erfolgt wenige Tage vor dem Parteitag der SP. Er wirft Fragen zum inneren Zustand und der Ausrichtung der Partei auf.

    Attenhofer fürchtet, dass die SP ohne klare sozialpolitische Linie an Ernsthaftigkeit verlieren könnte.

    Kommentare

    User #4209 (nicht angemeldet)

    Der Parteitag der SP Schweiz nimmt erst am 25. Oktober Stellung zu Gaza und der Demo in Bern.

    User #6257 (nicht angemeldet)

    Komisch: Ausgerechnet bei Ukraine und Gaza liegt die SP richtig: Bloß kein Steuergeld in diese Abgründe pumpen.

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