Skigebiet Diavolezza GR muss den Saisonstart verschieben
Wegen der hohen Temperaturen und der damit verbundenen Schwierigkeiten bei der künstlichen Beschneiung der Pisten hat das Engadiner Skigebiet Diavolezza den Saisonstart verschoben. Anstelle des 17. Oktobers werden die Pisten voraussichtlich am 24. Oktober geöffnet.

Das Skigebiet Diavolezza, dessen Bergstation auf fast 3000 Meter über Meer liegt, startet jeweils sehr früh in die Wintersaison. Doch weil es aktuell noch zu warm ist, «können die Pisten nicht in der gewohnten Breite und Qualität präpariert werden», wie Nicolà Michael, Marketingleiter der Corvatsch AG, auf Anfrage von Keystone-SDA erklärte. In der ersten Monatshälfte lagen die Temperaturen im Oberengadin mehrfach über dem gewohnten Durchschnitt für diese Jahreszeit.
«Der Saisonstart für die Öffentlichkeit war in den vergangenen zehn Jahren jeweils zwischen Mitte und Ende Oktober geplant», führte Michael aus. In einigen Jahren habe der vorgesehene Termin eingehalten werden können, «in anderen musste der Start witterungsbedingt um rund eine Woche verschoben werden».
Den Saisonstart bereits im Oktober will das Skigebiet trotz der Schwierigkeiten im laufenden Jahr auch künftig anbieten. «Wenn die Nachfrage vorhanden ist und es die Schnee- und Witterungsbedingungen sowie unsere betrieblichen Möglichkeiten zulassen, werden wir dieses Angebot auch in den kommenden Jahren weiterführen», so Michael.
Speicherseen als wichtiges Mittel für Beschneiung
Nicht nur die Temperaturen, sondern auch das Wasser ist entscheidend für die Präparierung der Pisten. Für die technische Beschneiung bedienen sich verschiedene Skigebiete aus Speicherseen. Auf der Diavolezza wurde 2007 genau zu diesem Zweck ein See angelegt. Auf den Pisten von Corvatsch/Furtschellas wird hingegen Wasser aus verschiedenen Bach- und Quellfassungen genutzt.
«Derzeit steht im Gebiet Corvatsch/Furtschellas genügend Wasser für die technische Beschneiung zur Verfügung. Wir planen jedoch den Bau eines Speichersees, um die Beschneiung künftig effizienter und gezielter durchführen zu können», erklärte Michael. Dies würde es ermöglichen, die Grundbeschneiung des Skigebiets schneller abzuschliessen und den Ressourceneinsatz zu optimieren. «Je kürzer der für die Beschneiung benötigte Zeitraum ist, desto geringer ist der Stromverbrauch und desto kleiner ist auch der Personalaufwand», so der Marketingleiter weiter.
Zudem würde ein See garantieren, dass die benötigte Wassermenge zum Zeitpunkt der Beschneiung verfügbar ist, was dem Skigebiet eine höhere Betriebs- und Planungssicherheit gäbe. «Das Zeitfenster für die Beschneinug dürfte sich aufgrund des Klimawandels künftig eher verkürzen.»






