Senevita-Eigentümer blasen Verkauf an Tertianum ab
Bei der von Tertianum geplanten Übernahme der schweizweit tätigen Senevita-Gruppe gibt es unerwartete Widerstände. Die Eigentümer von Senevita haben demnach überraschend angekündigt, den bereits vereinbarten Kaufvertrag nicht vollziehen zu wollen.

Tertianum hat laut einer Mitteilung vom Donnerstag rechtliche Schritte eingeleitet und bekräftigt den Anspruch auf die vertragsgemässe Umsetzung der Übernahme. Der Aktienkaufvertrag wurde am 12. Dezember 2025 angekündigt und von den Wettbewerbsbehörden bestätigt.
Tertianum und ihre Aktionäre bestünden weiterhin auf dem Vollzug zum nächstmöglichen Zeitpunkt. Das Handelsgericht des Kantons Zürich habe auf Antrag der Gruppe bereits eine superprovisorische Verfügung erlassen, die dem Verkäufer bestimmte Massnahmen mit Blick auf das Geschäft von Senevita untersage.
Senevita gehört der Pariser Pflegeheimgruppe Emeis. Diese will den Verkauf «aufgrund eines Strategiewechsels» nun plötzlich nicht mehr durchführen, wie Tertianum schreibt. Die Verzögerung stellt laut Tertianum eine Vertragsverletzung dar. Man halte sich weitere rechtliche Schritte offen.
Durch die Integration von Senevita will Tertianum Synergien schaffen und die Abdeckung in der Deutschschweiz ausbauen. Die 1989 gegründete und in Muri ansässige Senevita-Gruppe bietet Wohn- und Betreuungsangebote sowie professionelle Spitexpflege.
Mit einer Übernahme wächst das Angebot von Tertianum laut früherer Angaben auf rund 6400 Pflegebetten und 4300 altersgerechte Wohnungen an insgesamt 140 Standorten in der Schweiz. Zudem stossen 4000 neue Mitarbeitende zu den 7000 Angestellten der Gruppe dazu. Über den Kaufpreis hatten die Parteien Stillschweigen vereinbart.










