Weissenstein in der Nachspielzeit geschlagen
Dank zwei später Tore gewinnt der FC Interlaken in der 2. Liga regional auswärts beim FC Weissenstein.

Der Lucky-Punch kommt doch noch: Es läuft schon die 92. Minute, als der FCI nochmals nach vorne prescht. Der Ball gelangt zum eingewechselten Häsler, dessen abgefälschter Schuss zum 3:2 für die Gäste einschlägt.
Und noch ist nicht Schluss; kaum ist der Ball wieder freigegeben, schiesst eben dieser Häsler das entscheidende 4:2. Wobei schiessen das falsche Wort ist: Schmid, Torwart vom FCW, will weit abschlagen, trifft aber nur den hereinspringenden Häsler.

Von dort aus kullert der Ball dann ins offene Tor des Heimteams und besiegelt so den Sieg des FC Interlakens.
Zielstrebiger FCW
«Nur ei Sieger: Wissestei» lautet die Devise von Trainer und Spieler des Heimteams kurz vor Match-Beginn.
Und an diesem Ziel wird sogleich gearbeitet: Imfeld erobert trotz Ausrutscher den Ball an der Mittellinie und lanciert mit einem perfekt getimten Ball Thurnheer. Dieser weiss sich zu behaupten und vollendet abgeklärt zum 1:0 für die Heimischen (4.).
Früh geschockt spielen die Gäste allerdings einigermassen unbeirrt weiter und erarbeiten sich einige Ausgleichschancen. Die Beste gehört ganz klar Kastriot Zukaj, welcher den Ausgleich nach einem Doppelpass mit Braitej nur knapp verpasst.
Jedoch hält der Ärger bei den Gästen nur kurz an, denn wenig später liegt der Ball auch schon zum ersten Mal im Kasten von Schmid (24.). Erzielt wurde es durch El Hardouz, dem vorgerückten Innenverteidiger, welcher eine Flanke von Braitej ansehnlich per Volley verwertet.
Das Spiel verliert im Anschluss an Tempo und Qualität, Chancen sind Mangelware.
So kommt es einigermassen aus dem Nichts, als der FC Weissenstein in der 43. erneut in Führung geht. Nach einem Konter wie aus dem Lehrbuch wartet Thurnheer so lange, bis sich eine kleine Lücke auftut.
Diese bespielt er dann so präzise, dass Mino Gautschi nur noch den Torhüter der Gäste, Fankhauser, bezwingen muss.
AUFSTELLUNGEN
FC Weissenstein: Schmid; Lang, Imfeld, Kurz, Separautzki, Wyss, Gerber, Messerli, Gowribalan, Thurnheer, Gautschi; Lustenberger, Kabeya, Pena, Escher, Mehari.
FC Interlaken: Fankhauser; Wyss, Bisante, El Hardouz, Gerber, Hodler, Scheller, Leonard Zukaj, Kastriot Zukaj, Shaqiri, Braitej; Obretkovic, Rosenthal, Häsler, Michel, Thöni.
Umstrittener Ausgleich
Die zweite Halbzeit ist gelinde gesagt Magerkost. Bis auf die eingangs erwähnten Schlussminuten gibt es wenige nennenswerte Szenen.
Doch wenige sind nicht keine: Hodler, Captain vom FCI, belohnt seinen engagierten Auftritt in der 73. Minute mit dem Ausgleich.
So umstritten es dank Abseits- und Foulverdächtigungen auch sein mag, der Ausgleich ist verdient.
Das Heimteam kann nicht energisch genug reagieren, ein super getretener Freistoss von Imfeld ist die einzige Top-Chance: Fankhauser pariert diesen aber mit einem Monster-Save und ebnet seinem Team so den Weg zu den wilden Schlussminuten.
Zu deutlicher Sieg
Letzten Endes wurde aus dem «Nur ei Sieger: Wissestei» nichts. Der FCW geht nach einem engagierten Auftritt mit leeren Händen vom Platz, das 2:4-Endresultat ist viel zu deutlich.

Wäre Fussball fair, wäre es beim 2:2 geblieben. Doch bekanntlich ist er es nicht immer.












