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    SECO veröffentlicht wöchentlichen Index zur Wirtschaftsaktivität

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) hat erstmals einen neuen Index zur Messung der wöchentlichen Wirtschaftsaktivität publiziert.

    seco sankt gallen
    Das Logo des Staatssekretariats für Wirtschaft SECO. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Das Seco publiziert neu wöchentlich einen Index zur Messung der Wirtschaftsaktivität.
    • Bis Anfang November zeigt dieser trotz Corona-Massnahmen keinen Rückgang der Wirtschaft.

    Für das dritte Quartal 2020 deutet der Index aber auf einen Rückstand von 2,8 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal hin.

    Ronald Indergand
    Ronald Indergand, Leiter Ressort Konjunktur, Staatssekretariat für Wirtschaft, spricht während einer Point de Presse zum Coronavirus. - Keystone

    Das Problem mit den traditionellen Konjunkturindikatoren liege in der Verzögerung, sagte Ronald Indergand, Leiter Ressort Konjunktur beim Seco an einer Medienkonferenz in Bern. «Wir stehen jetzt Mitte November und kennen immer noch nicht die Entwicklung des BIP vom 3. Quartal, geschweige denn des 4. Quartals.» Das wirke sich gerade in Krisen besonders nachteilig aus.

    «Experimenteller Konjunkturindikator»

    Dem Problem begegne das Seco mit dem neuen «Hochfrequenzindikator». Dabei sollen diverse Tages- und Wochendaten früh erste Hinweise zum Wirtschaftsgang geben. In den Index fliessen etwa Bargeldbezüge und Kartentransaktionen ein, weitere Daten liefern der Elektrizitätsverbrauch, die Luftverschmutzung, die Tagesverkehrsleistung des Eisenbahngüterverkehrs, die registrierten Arbeitslosen, die SNB-Sichteinlagen und die Warenexporte und -importe.

    Der neue Index zur Wöchentlichen Wirtschaftsaktivität (WWA) soll laut dem Seco als «experimenteller Konjunkturindikator» verstanden werden, nicht aber als wöchentliche BIP-Berechnung, da er sich stark von dieser unterscheide. Er mache die «grossen Bewegungen des Bruttoinlandprodukts» mit. Allerdings könne es grössere Ausschläge geben, die eventuell in den BIP-Quartalszahlen nicht mehr sichtbar seien, sagte Indergand.

    Die Ökonomen des Bundes haben ihre Prognose für das Schweizer Wirtschaftswachstum im laufenden Jahr minimal von 1,1 auf 1,2 Prozent erhöht, obwohl die Exporte gebremst werden. (Archiv)
    Die Ökonomen des Bundes haben ihre Prognose für das Schweizer Wirtschaftswachstum im laufenden Jahr minimal von 1,1 auf 1,2 Prozent erhöht, obwohl die Exporte gebremst werden. (Archiv) - sda - KEYSTONE/EPA/JEROME FAVRE

    Der Index zeige aber etwa, wie schnell und massiv der Einbruch im ersten Quartal 2020 ausgefallen war, auch die zügige Erholung im zweiten Quartal sei abgebildet worden, so Indergand. Die Erholung sei nun aber etwa seit dem September im Zuge der wiederansteigenden Corona-Fallzahlen und der Massnahmen zum Erliegen gekommen.

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