Sechs Kantone fordern per Resolution Bahnausbau vom Bundesrat
Sechs Grenzkantone haben dem Bundesrat am Bahnkongress am Freitag in Basel eine Resolution überreicht. Darin fordern sie von der Landesregierung einen zügigen Bahnausbau, um der Überlastung der Knoten und Hauptachsen entgegenzuwirken, wie sie gemeinsam mitteilten.

Zu den Unterzeichnenden gehören die Kantone Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Genf, Tessin, Waadt und Wallis. «Täglich pendeln Zehntausende, der Güterverkehr nimmt weiter zu. Schon heute ist das Netz überlastet», schreiben sie. Die Kantone befürchten, dass sich die Lage ohne Gegenmassnahmen weiter verschärft.
Laut ihrer Mitteilung stellen die Kantone drei zentrale Forderungen an den Bund. Erstens soll die Planung am Angebot ausgerichtet werden. Zweitens sollen 24 Milliarden Franken für den Bahnausbau bereitgestellt werden. Und drittens sollen die Ost-West- und Nord-Süd-Achsen ausgebaut, der Regionalverkehr gestärkt sowie internationale Bahnverbindungen gefördert werden.
Als konkrete regionale Projekte werden die Durchmesserlinie mit reduziertem Tiefenbahnhof Basel SBB, zusätzliche Kapazitäten am Bahnhof Genf-Flughafen, die Stärkung der Achse ins italienische Piemont über Locarno TI, eine zusätzliche Verbindung Lausanne-Genf und die Stärkung des internationalen Bahnverkehrs über die Lötschberg-Simplon-Achse aufgeführt.
Zudem fordert der Kanton Genf einen Ausbau der internationalen Linie nach Lyon in Frankreich, wie es weiter heisst. Der Kanton Tessin wolle grössere Kapazitäten und bessere Fahrzeiten nach Mailand und Waadt wolle generell besser an den Rest des Landes angebunden sein.










