Bundesrat

Sechs Kantone fordern per Resolution Bahnausbau vom Bundesrat

Keystone-SDA
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Basel,

Sechs Grenzkantone haben dem Bundesrat am Bahnkongress am Freitag in Basel eine Resolution überreicht. Darin fordern sie von der Landesregierung einen zügigen Bahnausbau, um der Überlastung der Knoten und Hauptachsen entgegenzuwirken, wie sie gemeinsam mitteilten.

Ein SBB ICN Zug in einer mit Schnee bedeckten Landschaft. (Symbolbild)
Ein SBB ICN Zug in einer mit Schnee bedeckten Landschaft. (Symbolbild) - Nau.ch / Werner Rolli

Zu den Unterzeichnenden gehören die Kantone Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Genf, Tessin, Waadt und Wallis. «Täglich pendeln Zehntausende, der Güterverkehr nimmt weiter zu. Schon heute ist das Netz überlastet», schreiben sie. Die Kantone befürchten, dass sich die Lage ohne Gegenmassnahmen weiter verschärft.

Laut ihrer Mitteilung stellen die Kantone drei zentrale Forderungen an den Bund. Erstens soll die Planung am Angebot ausgerichtet werden. Zweitens sollen 24 Milliarden Franken für den Bahnausbau bereitgestellt werden. Und drittens sollen die Ost-West- und Nord-Süd-Achsen ausgebaut, der Regionalverkehr gestärkt sowie internationale Bahnverbindungen gefördert werden.

Als konkrete regionale Projekte werden die Durchmesserlinie mit reduziertem Tiefenbahnhof Basel SBB, zusätzliche Kapazitäten am Bahnhof Genf-Flughafen, die Stärkung der Achse ins italienische Piemont über Locarno TI, eine zusätzliche Verbindung Lausanne-Genf und die Stärkung des internationalen Bahnverkehrs über die Lötschberg-Simplon-Achse aufgeführt.

Zudem fordert der Kanton Genf einen Ausbau der internationalen Linie nach Lyon in Frankreich, wie es weiter heisst. Der Kanton Tessin wolle grössere Kapazitäten und bessere Fahrzeiten nach Mailand und Waadt wolle generell besser an den Rest des Landes angebunden sein.

Kommentare

User #5969 (nicht angemeldet)

Der hat andere sorgen...wie schnell können wir die 12 mille schweiz realisieren zb

User #7589 (nicht angemeldet)

Pendlerchaos ist kein Naturgesetz – es ist ein Führungsversagen. Die Kausalkette ist simpel: Arbeitsplätze konzentrieren sich in Zentren. Wohnraum dort ist teuer. Menschen wohnen weiter weg. Pendeldistanzen steigen. Zu Stosszeiten kollabiert das Verkehrssystem. Die politische Standardantwort lautet seit Jahren: mehr Gleise, mehr Beton, mehr Milliarden. Das ist teuer, langsam und bequem. Dabei existiert längst eine effizientere Lösung: Ein Teil der Arbeit muss nicht mehr physisch stattfinden. Verkehrssysteme sind nicht linear. Schon wenige Prozent weniger Pendler in den Spitzenzeiten entscheiden zwischen Überlastung und Stabilität. Das ist Mathematik, keine Ideologie. Warum passiert trotzdem nichts? Politik bevorzugt sichtbare Bauwerke statt unsichtbare Organisation. Viele Unternehmen verwechseln Präsenz mit Leistung und Kontrolle mit Führung. Dazu kommen Immobilien- und Standortinteressen. Doch diese Ausreden tragen nicht mehr. Energie wird knapper, Infrastruktur ist am Limit, die Gesellschaft müde. Der sauberste, günstigste Pendelweg ist der, der nicht stattfindet. Alles andere ist Kindergarten.

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