Krieg

Schweizer buchen trotz Raketen Ferien in Dubai und Co.

Belinda Schwenter
Belinda Schwenter

Zürich,

Der Iran-Krieg führt dazu, dass auch beliebte Tourismus-Destinationen attackiert werden. Einige Schweizer buchen trotzdem Ferien in Dubai – einfach später.

00:00 / 00:00

Der Flughafen in Dubai wird am ersten Kriegs-Wochenende angegriffen. - X /@GlobeEyeNews

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Lage im Nahen Osten dämpft die Nachfrage nach Reisezielen in der Golfregion.
  • Viele Schweizer weichen für die Frühlingsferien auf andere Reiseziele aus.
  • Einige buchen aber trotzdem Ferien in der Golfregion – sie verschieben sie bloss etwas.

Die Lage im Nahen Osten hat direkte Auswirkungen auf die Reisepläne vieler Schweizerinnen und Schweizer. Destinationen wie Dubai, Doha oder Abu Dhabi verlieren an Attraktivität.

Die Raketen halten trotzdem nicht alle davon ab, Reisen in die betroffene Region zu buchen.

Reiseveranstalter Tui sagt gegenüber Nau.ch: Aktuell sehe man, dass einige, die eigentlich bald in die Golfregion reisen wollten, ihre Ferien dorthin in den Herbst verschieben. Andere würden auf andere Reiseziele ausweichen.

Auf diese Orte weichen Schweizer aus

Die Kanaren oder die Karibik sind laut dem Reiseanbieter beliebte Alternativdestinationen.

Klar ist: Die Reiselust bleibt ungebrochen, wie Tui erklärt. «Die Nachfrage verlagert sich in der Regel auf andere Reiseziele.»

Würdest du aktuell Ferien in Dubai machen?

Laut der Dertour-Gruppe, zu der unter anderem Kuoni und Hotelplan gehören, sind derzeit Ziele im westlichen Mittelmeer besonders gefragt. Darunter Italien, Spanien und Frankreich.

Trotz der aktuellen Unsicherheiten bleiben auch Fernreisen gefragt. Etwa die Dominikanische Republik und Mauritius gehören weiterhin zu den Favoriten.

Schweizer strömen für Ferien in den Norden

Auch sehe man wieder den Trend zu «Coolcations» im Norden Europas. Statt Hitze suchen Gäste für Ferien bewusst kühlere Destinationen.

Dies bestätigt auch Globetrotter. Europas hoher Norden sei gross im Trend. Besonders beliebt seien auch Destinationen im südlichen Afrika sowie Japan, Tansania oder die Kapverden.

Das Buchungsverhalten für Ferien von Schweizerinnen und Schweizern bleibt derweil unterschiedlich.

Während man bei Dertour ein «vorsichtigeres und kurzfristigeres Buchungsverhalten» beobachtet, stellt Globetrotter dies nicht fest. «Unsere Kunden buchen mit viel Vorlauf», heisst es dort.

Tui zeigt sich optimistisch: «Wenn sich die Lage stabilisiert, kehrt in der Regel auch das Vertrauen zurück. Wir sehen bereits ermutigende Anzeichen für den Frühling und Sommer.»

Reisende brauchen mehr Beratungen

Ein Punkt, in dem sich alle Anbieter einig sind: Der Informationsbedarf ist durch die unsichere Lage deutlich gestiegen.

Dertour spricht von einem «erhöhten Beratungs- und Koordinationsaufwand». Viele Kundinnen und Kunden hätten Fragen zu Flugverbindungen oder bestehenden Buchungen.

Auch Globetrotter bestätigt: «Die Kundinnen und Kunden informieren sich genau bei unseren Beraterinnen und Beratern.»

Und auch Tui beobachtet: «Wir spüren aktuell einen höheren Informationsbedarf bei Gästen, bevor sie eine Buchungsentscheidung treffen.»

Kommentare

User #1105 (nicht angemeldet)

In Dubai herrscht derzeit eine Bomben-Stimmung. Kein Wunder das alle dort hin wollen

User #3392 (nicht angemeldet)

Die USA und Israel werden nicht so schnell aufhören die Mullahs anzugreifen. Dafür ist weder D. Trump noch B. Netanjahu der Typ. Der befürchtete, von manchen herbeigesehnte grosse Raketenregen auf Israel ist jedenfalls ausgeblieben und die Wahrscheinlich das noch mehr kommt als bisher sinkt stündlich. Man sieht doch wie China sich in Mittel- und Südamerika ausgebreitet hat wegen der Untätigkeit bzw. passiver Unterstützung von B. Obama und J. Biden. Jede Macht dehnt sich soweit aus bis sie von einer anderen Macht gestoppt wird. D. Trump ist das Stoppschild für den “globalen Süden” und die woken Globalisten.

Weiterlesen

Schweizer Reisende
4 Interaktionen
Travel-Report
5 Interaktionen
Bern
Amira Aly
50 Interaktionen
«Das geht gar nicht»

MEHR KRIEG

2 Interaktionen
Washington/Teheran
a
6 Interaktionen
Banken, Öl-Firmen
11 Interaktionen
Rom

MEHR AUS STADT ZüRICH

Zürich
Unispital-Skandal
3 Interaktionen
FDP-Vorschlag
neukom beziehung
3 Interaktionen
Gemeinderätin