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SBB-Kontrolleur verprügelte Passagier – fristlose Kündigung gültig

Keystone-SDA
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Luzern,

Nach einer tätlichen Auseinandersetzung mit einem Mann wurde einem Mitarbeiter der SBB fristlos gekündigt. Das war zulässig, bestätigt nun das Gericht.

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Im Herbst 2024 kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen einem SBB-Kontrolleur und einem Passagier. Der Mitarbeiter wurde daraufhin fristlos gekündigt. - Instagram / @szeneischluzern

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Herbst 2024 stiess ein SBB-Mitarbeiter einen alkoholisierten Mann zu Boden.
  • Anschliessend verpasste er ihm mehrere Fausthiebe.
  • Nun hat das Bundesverwaltungsgericht die fristlose Kündigung des Mitarbeiters bestätigt.

Die fristlose Kündigung eines SBB-Mitarbeiters nach einer physischen Auseinandersetzung mit einem Fahrgast im Bahnhof Luzern war zulässig. Dies hat das Bundesverwaltungsgericht entschieden. Videos des Vorfalls gingen damals durch die Medien.

Ein alkoholisierter Mann wollte im Herbst 2024 in einen abfahrbereiten Zug einsteigen. Der Gekündigte war damals als Kundenbegleiter und Zugführer vor Ort. Er stiess den Mann mehrmals von der Tür zurück auf den Bahnsteig.

Mitarbeiter
Ein SBB-Mitarbeiter stiess im Herbst 2024 einen alkoholisierten Mann weg vom Zug - zurück auf den Bahnsteig. - keystone

Der Fahrgast schlug den ausgestreckten Arm des SBB-Mitarbeiters weg und beschimpfte den Angestellten.

Daraufhin stürzte der Kundenbegleiter auf den Mann los und verpasste ihm mehrere Fausthiebe. Er hörte nicht auf, auch als der Mann bereits auf dem Boden lag. Im Anschluss kam es zu weiteren Faustschlägen. Das geht aus dem am Dienstag publizierten Urteil des Bundesverwaltungsgerichts hervor.

Verhaltenskodex verletzt

Durch das aggressive und gewalttätige Vorgehen hat der SBB-Mitarbeiter schwer gegen seine Treuepflichten verstossen, hält das Gericht fest.

Die fristlose Kündigung sei somit zulässig gewesen. Die Arbeitgeberin habe bei ihrem Entscheid den Beschimpfungen und Drohungen des Fahrgastes Rechnung getragen.

War die fristlose Kündigung richtig?

Aufgrund des Videomaterials der Transportpolizei lasse sich der Ablauf der Ereignisse klar nachvollziehen. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers habe sich dieser nicht lediglich verteidigt.

Er habe gegen den Verhaltenskodex der Mitarbeiter verstossen. Ins Gewicht falle zudem, dass er Zugführer gewesen und ein Lehrling vor Ort gewesen sei.

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Kommentare

User #2435 (nicht angemeldet)

Unglaublich was sich solche Mitarbeiter alles gefallen lassen müssen. Täterschutz 1. Güte! Kaum mehr zu glauben.

User #4620 (nicht angemeldet)

Als Mitarbeiter der Bahn werde ich nun in Zukunft eifach nur noch wegsehen. Egal was kommt.

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