Bundesanwaltschaft

Millionenbetrug: Bundesanwaltschaft klagt Ex-SBB-Mitarbeiter an

Keystone-SDA
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Bern,

Die Bundesanwaltschaft hat Anklage gegen einen ehemaligen SBB-Mitarbeiter und vier weitere Personen erhoben. Wie die Behörde am Freitag mitteilte, sollen sie die SBB um über fünf Millionen Franken betrogen haben.

Die SBB wurden wegen wiederholter fingierter Materialbeschaffung zum Opfer eines Millionenbetrugs. (Symbolbild)
Die SBB wurden wegen wiederholter fingierter Materialbeschaffung zum Opfer eines Millionenbetrugs. (Symbolbild) - KEYSTONE/PETER SCHNEIDER

Die Anklage lautet unter anderem auf gewerbsmässigen Betrug, ungetreue Amtsführung, schwere Geldwäscherei und Urkundenfälschung. Der ehemalige Mitarbeiter war im November 2024 nach einer Strafanzeige der SBB festgenommen worden, worauf die Bundesanwaltschaft eine Strafuntersuchung einleitete, die nun in die Anklage mündete.

Dem 54-Jährigen Hauptbeschuldigten wird vorgeworfen, die SBB während mehrerer Jahre und mit Hilfe von vier Mitbeschuldigten mit Rechnungsstellungen für nicht erfolgte oder überteuerte Warenlieferungen um über acht Millionen Franken betrogen zu haben. Ein Teil der Betrügereien sind gemäss Communiqué verjährt, sodass sich die strafrechtlich relevante Deliktsumme auf rund fünf Millionen Franken reduziert. hat

Über verschiedene von Mitbeschuldigten gegründete Gesellschaften sei 2007 ein verzweigtes System aufgebaut worden, um die SBB wiederholt zu betrügen. Der Hauptbeschuldigte habe damals als Projekt- und späterer Abteilungsleiter gefälschte Materialbestellungen im System der SBB erfasst.

In wenigen Fällen habe er tatsächlich Waren geliefert, für welche die SBB jedoch keine Verwendung gefunden hätten und die überteuert in Rechnung gestellt worden seien. Mehrheitlich sei aber die Lieferung ganz ausgeblieben.

Kommentare

User #6511 (nicht angemeldet)

Und die Reisenden zahlen darum immer höhere und ständig steigende Preise für das Zugbillet.... ??

edelweisz

Keine Revisionen oder Audits, womit mehrerer Jahre und mithilfe von 4 Kollegen durch Rechnungsstellungen für nicht erfolgte Warenlieferungen, um > CHF 5 Mio. betrogen werden kann. Da sollte sich die SBB und Mutter Bund einmal selbst an die Nase fassen.

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