SBB erstattet Anzeige nach Kabelbrand in Lausanne

Esada Kunic
Esada Kunic

Lausanne,

Pyro aus Fanzug setzt 40 Kabel in Lausanne in Brand. Die SBB bezeichnete den Vorfall als Vandalismus und erstattete Anzeige.

lausanne sbb kabelbrand
Die SBB bezeichnete den Vorfall in Lausanne als Vandalismus. - keystone

Normalerweise sind Bahnkabel in feuerfesten Betonschächten verlegt und kaum entflammbar. Wegen laufender Bauarbeiten lagen die Kabel am Unfallort jedoch ausnahmsweise an der Oberfläche, wie das «SRF» berichtet.

Ein weiterer Faktor: Die eingesetzten Waggons waren älter und verfügten über öffenbare Fenster. So konnten die Fans den Feuerwerkskörper überhaupt erst hinauswerfen, erklärte SBB-Regionaldirektor David Fattebert.

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«Es handelt sich um einen wirklich bedauerlichen Akt von Vandalismus und Leichtsinn», wird Fattebert vom «SRF» zitiert. Die SBB erstattete Anzeige und rief die Spurensicherung auf den Plan.

Was ist pasiert?

Nach dem Genfersee-Derby am Sonntag ereignete sich am Bahnhof Lausanne ein folgenschwerer Kabelbrand. Wie das «SRF» berichtet, brach das Feuer gegen 20.45 Uhr auf Gleis 1 aus.

Ersten Ermittlungen zufolge warf ein Fan aus dem Servette-Sonderzug eine Petarde aus dem Fenster. Der pyrotechnische Gegenstand setzte rund 40 Signalund Weichenkabel in Brand.

lausanne sbb kabel
Arbeiter reparieren die Kabel, die am Sonntagabend im Bahnhof von Lausanne in Brand geraten sind. Die SBB erstattete Anzeige. - keystone

SBB-Einsatzkräfte und die Feuerwehr löschten das Feuer rasch, doch der Schaden war bereits erheblich. Über Nacht richtete die SBB laut einen Krisenstab ein und mobilisierte 30 Ersatzbusse.

SBB: Tausende Reisende nach Kabelbrand in Lausanne betroffen

Der Abschnitt Lausanne–Prilly-Malley ist ein zentraler Knotenpunkt mit täglich rund 90'000 Reisenden. «Derzeit können wir noch keine Prognose für die Wiederherstellung der Strecke abgeben», sagte Fattebert laut dem «SRF».

Verbindungen von Genf Richtung Bern und Basel SBB wurden via Biel/Bienne umgeleitet, berichtet «Swissinfo». Reisende Richtung Zürich, Olten oder Luzern mussten ebenfalls auf Alternativrouten ausweichen.

Pro Kabel dauert die Reparatur zwischen sechs und acht Stunden. Zwischen 10 und 15 Mitarbeitende arbeiten laut der «NZZ» im Schichtbetrieb an den Reparaturen.

Kommentare

User #784 (nicht angemeldet)

Wo war SBB-Hilfssecurties, müssten am dortig Zug Perron stehen, SBB-KAPO wo, dortig Zug, Perron stehen, Pyro's entziehen?

User #4625 (nicht angemeldet)

Um diesen erbärmlichen Chaoten Einhalt zu gebieten, gibt es nur die Möglichkeit welche Abhilfe schaffen würde, keine Auswärtsfans mehr in allen Stadien, somit auch keine Extra Züge mehr.

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