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    SBB beteiligen sich an Schweigeminute für Kerzers-Opfer

    Cheri Reinhardt
    Cheri Reinhardt

    Murten,

    Passagiere in Schweizer Zügen erlebten am Montag einen ungewohnten Moment. Um 14 Uhr bat das Zugpersonal zu einer Schweigeminute für die Opfer von Kerzers.

    SBB Kerzers
    Auch die SBB gedachte am Montag mit einer Durchsage in den Zügen den Opfern von Kerzers. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ein 65-Jähriger zündete sich in einem Postauto bei Kerzers an und tötete 6 Menschen.
    • Postauto rief das Fahrpersonal auf, um 14 Uhr schweizweit freiwillig innezuhalten.
    • Die SBB entschied sich aus Solidarität mitzutragen und machte Durchsagen in den Zügen.

    Eine Zugpassagierin berichtet Nau.ch von einem unerwarteten Moment am Montagnachmittag: Um 14 Uhr erklang in ihrem Zug eine Durchsage. Das Personal bat die Reisenden innezuhalten und gedachte den Opfern des Postauto-Brands von Kerzers.

    SBB zog aus Mitgefühl mit

    Wie SBB-Mediensprecher Moritz Weisskopf bestätigt, war die Aktion kein Zufall. Die SBB habe von der Schweigeminute der Postauto-Mitarbeitenden gewusst und sich entschieden, sich «aus Solidarität und Mitgefühl» daran zu beteiligen.

    SBB
    Durchsage in einem SBB-Zug (Symbolbild) - keystone

    Im Fernverkehr machten die Kundenbegleiterinnen und Kundenbegleiter die Durchsage selbst, im Regionalverkehr kam sie aus der Zentrale. Grundsätzlich war die gesamte Schweiz erfasst.

    Postauto hatte den Anstoss gegeben

    Die Initiative war ursprünglich von Postauto-CEO Stefan Regli ausgegangen. Er hatte das Fahrpersonal aufgerufen, um 14 Uhr schweizweit freiwillig anzuhalten und mit dem Dreiklanghorn der Opfer zu gedenken.

    Dass die SBB eigenständig mitzog, zeigt, wie tief das Ereignis den öffentlichen Verkehr der Schweiz getroffen hat.

    Sechs Tote nach Brandanschlag

    Am Abend des 10. März hatte ein psychisch kranker 65-Jähriger sich in einem Postauto in mit Benzin übergossen und angezündet. Das Feuer breitete sich innerhalb von Sekunden aus.

    Hast du die Schweigeminute im Zug erlebt?

    Fünf Fahrgäste und der 63-jährige Busfahrer kamen ums Leben, fünf weitere Personen wurden verletzt.

    Schweiz trauert gemeinsam

    Auch der Nationalrat hatte in der Woche nach dem Anschlag mit einer Schweigeminute der Opfer gedacht. Das Gedenken im öffentlichen Verkehr am Montag setzte ein weiteres Zeichen, dass die Tragödie die ganze Schweiz bewegt.

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