RTS legt digital zu und erreicht zwei Drittel der jungen Romandie
Das Westschweizer Radio und Fernsehen RTS hat im vergangenen Jahr seine digitale Reichweite ausgebaut. Gleichzeitig hielten sich Radio und Fernsehen auf stabilem Niveau. Besonders zufrieden zeigt sich die RTS damit, in der Romandie zwei von drei jungen Menschen zu erreichen.

Die Nutzung von Play RTS, der mobilen Apps und der Website rts.ch stieg 2025 um 7,2 Prozent, wie RTS am Montag mitteilte. Wöchentlich wurden über diese Angebote 3,98 Millionen Besuche (+7,2 Prozent) sowie rund 2 Millionen Video- oder Audioabrufe von mehr als zehn Sekunden (+2,4 Prozent) verzeichnet.
Bei den Abrufvideos erzielten Inhalte aus dem Nachrichtenbereich die höchsten Werte. Sechs der zehn meistgesehenen Videos befassten sich mit dem Bergsturz in Blatten. In den Top Ten finden sich zudem eine Reportage der Sendung Temps présent über Mobbing im Spital, die Leichtathletik-Weltmeisterschaften sowie Spiele der Fussball-Champions-League.
Auf den sozialen Netzwerken Instagram, Facebook, YouTube und TikTok legte die Reichweite um 19 Prozent zu. Im Schnitt wurden dort wöchentlich 12,5 Millionen Aufrufe erzielt. Besonders erfolgreich waren Inhalte von RTS Archive, gefolgt von RTS Sport, Tataki und RTS Info.
Das Fernsehen bleibt das Leitmedium: 68 Prozent der Bevölkerung in der Romandie sehen wöchentlich mindestens 15 Minuten am Stück fern. Der Marktanteil der beiden RTS-Sender lag 2025 bei 51,5 Prozent, nach 54 Prozent im Vorjahr. In der Hauptsendezeit blieb der Marktanteil mit rund 37 Prozent stabil.
Die RTS liegt damit deutlich vor den privaten Konkurrenten TF1 und M6. Die 20 meistgesehenen TV-Sendungen der Romandie liefen allesamt auf RTS-Kanälen.
Die wöchentliche Radionutzung betrug 71 Prozent. Nach dem Ende der UKW-Verbreitung Ende 2024 gingen die Marktanteile der vier RTS-Radioprogramme zurück.
Gleichzeitig stiegen die digitalen Abrufe um 14 Prozent. Die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft SRG, zu der RTS gehört, will die UKW-Verbreitung frühestens ab 2027 wieder aufnehmen, hält aber an der digitalen Strategie fest.
Eine Studie der SRG zeigt zudem , dass 52 Prozent der 15- bis 34-Jährigen wöchentlich klassische RTS-Angebote nutzen. Unter Einbezug von Website, Apps und sozialen Netzwerken steigt der Wert auf 68 Prozent.
Weitere Erhebungen zeigen eine hohe Präsenz der RTS bei jungen Menschen insbesondere auf Instagram und TikTok.
In der Deutschschweiz erreichte das Schweizer Radio und Fernsehen 2025 mit einem Marktanteil von 33,4 Prozent den zweithöchsten Wert seit der Einführung einer neuen Messmethode im Jahr 2013. SRF hat die Zahlen vor rund zwei Wochen veröffentlicht.










