Rätsel um spurlos verschwundene Katzen im Raum Wil
In der Region verschwinden auffällig viele Katzen spurlos. Der Tierschutzverein Toggenburg ist besorgt.

Allein in Wil wurden innerhalb einer Woche gleich mehrere Katzen als vermisst gemeldet. Auch aus anderen Gemeinden der Region erreichen den Tierschutzverein zunehmend Meldungen über Samtpfoten, die plötzlich nicht mehr nach Hause kommen.
«Es ist tragisch. Es verschwinden zahme Katzen, es verschwinden vorsichtige Katzen, es gibt kein Muster», sagt Brigitte Baumgartner, Präsidentin des Tierschutzvereins Toggenburg auf Anfrage.
Teilweise gingen ein bis zwei Meldungen pro Tag ein. «Nur ein kleiner Teil kommt wieder nach Hause oder wird überfahren aufgefunden. Das ist sehr auffällig.» Was hinter dem Verschwinden steckt, ist völlig unklar.

«Wir haben konkret keinen Verdacht», betont Baumgartner. Trotzdem stelle sich die Frage, ob jemand gezielt Katzen einfängt. «Hat es jemand auf das Fell, auf das Fleisch abgesehen oder steckt etwas ganz anderes dahinter? Wir machen uns Sorgen.»
Die aktuelle Situation erinnert laut Baumgartner an einen ähnlichen Vorfall vor einigen Jahren, als ebenfalls zahlreiche Katzen verschwanden und nie wieder auftauchten. Zwar können einzelne Fälle durch Unfälle, Krankheiten oder einen Revierwechsel erklärt werden. Die derzeitige Häufung sei aber ungewöhnlich.
Der Tierschutzverein will keine Panik verbreiten, sondern sensibilisieren. Katzenhalter und Anwohner sollen aufmerksam sein und ungewöhnliche Beobachtungen melden. Dazu gehören etwa verdächtige Lieferwagen oder Personen, die sich auffällig verhalten oder unsanft mit Tieren umgehen.
Vermisste Tiere melden
Wer eine Katze vermisst oder ein zugelaufenes Tier findet, sollte dies der Schweizerischen Tiermeldezentrale melden. Zusätzlich kann der Tierschutzverein Toggenburg unter 078 248 63 13, oder die Polizei informiert werden.
Hilfreich sind zudem Plakate mit Foto, die im Quartier, bei Läden, Tankstellen und Bahnhöfen aufgehängt werden. Wer ein lebendes oder totes Tier findet, sollte es zu einem Tierarzt bringen.
Hinweis
Dieser Artikel ist zuerst in den «Wiler Nachrichten» erschienen.











