Coop

«Prüfen ab 80.-»: Coop-Mitarbeiterin verwirrt am Self-Checkout

Karin Aebischer
Karin Aebischer

Fribourg,

Ein Nau.ch-Reporter wird am Self-Checkout kontrolliert – weil der Einkauf über 80 Franken kostet. Hat Coop ein neues Kontroll-Regime eingeführt?

dsf
Die Stichproben am Self-Checkout werden nach dem Zufallsprinzip durchgeführt, so Coop. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Regeln am Self-Checkout ändern immer wieder.
  • Bei Coop sind keine Einkaufswagen mehr erlaubt, Bargeld ist seltener möglich.
  • Eine Aussage zur Einkaufs-Limite für Stichproben verwirrt einen Nau.ch-Reporter.

Gruyère-Käse, Kaffeebohnen, Bier, frische Beeren, Chips und etwas Fleisch: Ein Einkauf beim Grossverteiler kostet schnell einmal viel Geld.

Etwas mehr als 80 Franken hat kürzlich ein Nau.ch-Reporter bezahlt, als er im Fribourg Centre in der Coop-Filiale in Freiburg einkaufen ging.

Benutzt du in den Läden Self-Checkout?

An der Self-Checkout-Kasse dann aber die Überraschung: Die Coop-Mitarbeiterin weist ihn darauf hin, dass sein Einkauf kontrolliert werden müsse.

Zehn Produkte werden nochmals eingescannt, um zu schauen, ob er diese auch wirklich erfasst hat.

Die Erklärung der Angestellten: Neu würden alle Einkäufe mit einem Betrag über 80 Franken kontrolliert. Dies ganz zum Erstaunen des Nau.ch-Reporters, der als treuer Coop-Kunde noch nie davon gehört hatte.

«Stichproben nach Zufallsprinzip»

Bei Coop nachgefragt, wird abgewunken. Diese Regelung gebe es nicht. «Die Stichproben werden nach dem Zufallsprinzip durchgeführt», sagt Sprecherin Sina Gebel.

Gebel führt aus: «Grundsätzlich kann jede Transaktion für eine Stichprobe in Frage kommen.» Stichproben seien seit jeher Teil des Bezahlvorgangs an den Self-Checkout-Kassen.

«Sie erlauben uns sicherzustellen, dass die Bezahlung ordnungsgemäss abläuft und Sie sind somit Teil der Spielregeln, die unsere Kundinnen und Kunden kennen.»

Ob es denn sein könne, dass einzelne Filialen die Spielregeln etwas anders auslegen – und eben immer ab 80 Franken kontrollieren? Auch hier winkt Sina Gebel ab. «Nein, dies ist nicht der Fall.»

Grössere Einkäufe eher bei bedienter Kasse

Wie oft es vorkommt, dass am Self-Checkout höhere Beträge ausgegeben werden, dazu macht Coop keine Angaben.

Wirst du beim Selfcheckout zu oft kontrolliert?

Sina Gebel sagt aber: «Unsere Erfahrung zeigt, dass Kundinnen und Kunden mit kleineren Einkäufen tendenziell die Self-Checkout-Kassen nutzen, während Personen mit grösseren Einkäufen häufiger an die bediente Kasse gehen.»

Ein Test-Einkauf von Nau.ch in derselben Filiale zeigt jedenfalls: Bei einem Einkauf von stattlichen 114 Franken an der Self-Checkout-Kasse hat keine Kontrolle stattgefunden.

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Kommentare

User #1072 (nicht angemeldet)

Prüfen ab 80 Rappen»: Coop-Mitarbeiterin verwirrt.

User #2669 (nicht angemeldet)

Wenn ich schon selber den Kassierer spiele erwarte ich eine Preisreduktion. Öfters als kriminell eingestuft zu werden nervt. Ich gehe wieder an die Kasse ausser ich habe nur wenig Artikel dann geh ich an den Self Check.

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