Belegschaft von St-Paul Médias wehrt sich weiter gegen Entlassungen
Der Protest gegen den Stellenabbau bei St-Paul Médias, Herausgeber der Tageszeitung «La Liberté, dauert an. An einem Aktionstag wehrte sich die Belegschaft mit Unterstützung der Gewerkschaft Syndicom am Donnerstag gegen Abbau von 13,5 Vollzeitstellen.

Der Aktionstag habe in einer für das Personal schwierigen Phase stattgefunden, da die Geschäftsleitung parallel die angekündigten Entlassungen vollzogen habe, teilte Syndicom mit. Die Zusammenkunft sei ausdrücklich nicht als Streik organisiert worden, sondern habe Raum für Austausch und Zusammenhalt bieten sollen.
Im Zentrum des Protests steht demnach die Kritik an der Ausrichtung des Unternehmens. Die Mitarbeitenden bemängelten, dass das Management unrealistische und überzogene finanzielle Ziele verfolge. Aus Sicht der Belegschaft seien die ausgesprochenen Kündigungen weder wirtschaftlich noch strategisch zu rechtfertigen.
Das Medienunternehmen hatte Anfang Woche mitgeteilt, den Personalbestand um 13,5 Vollzeitstellen zu reduzieren. Ursprünglich war der Abbau von 18 Stellen vorgesehen gewesen.
Nach Angaben des Unternehmens werden in den Redaktionen zehn Vollzeitstellen gestrichen und in der Marketingabteilung 3,5 Stellen. Insgesamt würden 15 Kündigungen ausgesprochen. Die Stellenstreichungen treten grösstenteils am 31. Dezember in Kraft, wie Saint-Paul Médias, Herausgeber von «La Liberté», «La Gruyère» und «La Broye Hebdo», weiter mitgeteilt hatte.






