Wie Coop: Denner kürzt Rabatte bei Lebensmitteln
Erst Coop, jetzt auch Denner: Grossverteiler kürzen Rabatte für verderbliche Lebensmittel. Die Migros bleibt sich hingegen treu.

Das Wichtigste in Kürze
- Der Discounter Denner gibt nun 30 Prozent Rabatt auf ablaufende Lebensmittel.
- Bis anhin gab es einen Preisabschlag von bis zu 50 Prozent.
- Doch auch der Zeitpunkt des Rabatts wird geändert. Er wird dafür schon früher gewährt.
Nach Coop jetzt auch bei Denner: Der Discounter vergibt tiefere Rabatte auf verderbliche Lebensmittel.
Statt 50 Prozent gibt es nun nur noch 30 Prozent Rabatt auf ablaufende Ware.
Coop gibt seit Januar maximal 40 Prozent Rabatt – manchmal sogar nur 20 Prozent. Der Grossverteiler startet im Frischebereich aber dafür früher mit dem Preisabschlag.

Doch auch der Zeitpunkt für die Rabatte wird geändert, wie das SRF-Konsumentenmagazin «Espresso» berichtet.
Bis anhin galt folgendes System: Zwei Tage vor Ablauf gab es 25 Prozent Rabatt. Drei Stunden vor Ladenschluss am letzten Verkaufstag sogar 50 Prozent Rabatt.
Thomas Kaderli, Mediensprecher bei Denner erklärt gegenüber dem Sender: «Neu gewähren wir nun immer zwei Tage vorher einen Rabatt von 30 Prozent. Der gilt bis zum Ladenschluss am letzten Tag der Haltbarkeit.» Also früher, dafür weniger.
Denners Kampf gegen Food Waste
Der Grund für die neue Regelung liegt laut Denner unter anderem im Kampf gegen Food Waste, also der Lebensmittelverschwendung. Erfahrungen des Discounters hätten gezeigt, dass selbst 50 Prozent Rabatt nicht immer reichten.
Viele Konsumenten hätten gemäss Kaderli gezögert, Frischprodukte am letzten Verkaufstag zu kaufen, selbst mit hohen Rabatten. Besonders bei Hackfleisch, Geflügel, Sandwiches oder Salatbowls seien sie zurückhaltend gewesen.
Ein früherer Rabatt soll also dazu beitragen, dass mehr Produkte verkauft werden.
Ein weiterer Grund für die Umstellung seien interne Abläufe. Diese würden durch diesen Prozess vereinfacht, so Kaderli.
Migros bleibt bei 50 Prozent
Die Migros hingegen will bei den «etablierten Preisreduktionen» bleiben. Dies bekräftigt Mediensprecherin Laura Dikhoff auf Anfrage von Nau.ch. Die Migros gibt somit in einem ersten Schritt 25 Prozent Rabatt und später bis zu 50 Prozent Rabatt auf Lebensmittel.
Die Mitarbeitenden hätten jedoch Handlungsspielraum: «Die Filialen entscheiden situativ, wann und welche Produkte heruntergeschrieben werden.»
Ware, die gar nicht mehr verkauft werden kann, werde «nach Möglichkeit an karitative Organisationen gespendet», so Dikhoff. So könne ein möglichst grosser Teil der Lebensmittel weiterhin konsumiert werden.

















