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Coop-Chef: Tausendste Filiale im Oktober - Wo, ist Überraschung

Die Detailhändlerin Coop macht vorwärts mit ihrer Expansionsstrategie und eröffnet voraussichtlich im Oktober ihre tausendste Filiale. «Wo genau, soll eine Überraschung bleiben», sagte Coop-Chef Philipp Wyss im Interview mit der Nachrichtenagentur AWP am Donnerstag am Rande des Swiss Economic Forum (SEF).

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Coop-Chef Philipp Wyss. (Archivbild) - keystone

Erst kürzlich hatte die Konkurrentin Aldi angekündigt, auf teure Filialstandorte zu verzichten, um Kosten zu sparen. Als Beispiel für nicht mehr passende Standorte nannte der deutsche Lebensmitteldiscounter Filialen in besonders teuren Lagen, wie etwa in der Nähe der Zürcher Bahnhofstrasse.

Coop fährt da eine ganz andere Strategie: «In der Bahnhofstrasse haben wir eine wunderbare Filiale mit unserem Coop-City-Warenhaus», sagte Wyss. «Wir wollen weiter dort sein, wo die Leute sind: in den Bergen, in den Tälern, in der Stadtmitte, in den Bahnhöfen. Wir können 'klein und gross', das ist die Stärke von Coop, und wir wollen das auch weiterhin machen.»

Bis 2030 wird Coop laut Wyss «sicher» jedes Jahr gut 10 bis 15 neue Filialen eröffnen. Gleichzeitig werde weiterhin viel in Umbauten investiert. Dabei verwies der Coop-Chef auf das neue Ladenbaukonzept mit viel Holz aussen und innen. «Dieses Jahr bauen wir wieder etwa 40 Läden um.»

Die Kunden würden mittlerweile viel öfter in die Läden kommen, und den klassischen Wocheneinkauf gebe es immer weniger. Jetzt komme es darauf an, nahe bei den Kundinnen und Kunden zu sein, so Wyss. Und solange die Bevölkerung in der Schweiz weiter wächst, werde Coop auch weitere Verkaufsstellen eröffnen.

Derweil sei Coop im ersten Quartal weiter gewachsen – sowohl bei Lebensmitteln als auch im Non-Food-Bereich, sagte Wyss weiter. Die Kunden würden einerseits viel Aktionsware kaufen, aber auch Bio-Produkte würden «übermässig» nachgefragt. «Seit dem Ausbruch der Kriege, spüren wir die Sensibilität, günstig einzukaufen.» Gleichzeitig sei spannend, dass die Menschen mehr auf ihre Gesundheit achten würden: «Wir hatten noch nie so viele Fitness-Abonnenten wie jetzt.»

Der Iran-Krieg habe aber bisher keinen direkten Einfluss auf die Preise. «Wir zahlen zwar etwas mehr für Diesel, aber deshalb werden die Preise für die Kunden nicht erhöht.»

Das Managertreffen in Interlaken geht noch bis zum (morgigen) Freitag. Rund 1350 Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft diskutieren während zwei Tagen über die geopolitischen Spannungen, wirtschaftlichen Unsicherheiten und technologischen Veränderungen.

Coop-Chef Wyss ist zum ersten Mal dabei, denn er wird am Freitag auf der Bühne stehen zum Thema «Konsum als Gradmesser für die Wirtschaft». Um diese Zeit sei in der Detailhandelsbranche immer viel los – aber er freue sich, da zu sein, sagte er.

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Kommentare

User #5651 (nicht angemeldet)

Lidl-Eine hoffnungslose Kette, null Qualität – der Produktstandard sinkt von Jahr zu Jahr. Vielleicht gibt es in Deutschland oder einem anderen Land eine gute Kette, die seit Jahren die Qualität vernachlässigt. Aber das hier ist die Schweiz, und zum Glück achten die Leute hier noch auf Qualität.

User #5651 (nicht angemeldet)

Eine hoffnungslose Kette, null Qualität – der Produktstandard sinkt von Jahr zu Jahr. Vielleicht gibt es in Deutschland oder einem anderen Land eine gute Kette, die seit Jahren die Qualität vernachlässigt. Aber das hier ist die Schweiz, und zum Glück achten die Leute hier noch auf Qualität.

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