Presserat rügt NZZ wegen Lohnhochrechnung von Amherd-Beraterin
Der Schweizer Presserat hat eine Beschwerde des Verteidigungsdepartements gegen die «Neue Zürcher Zeitung» gutgeheissen. Ein Artikel der Zeitung über die Entschädigung der Beraterin der damaligen Bundesrätin Viola Amherd sei sachlich verzerrt und irreführend gewesen.

Die NZZ hatte auf Basis eines Honorarvertrags das Salär von Brigitte Hauser-Süess auf über 400'000 Franken hochgerechnet. Das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS), dem Amherd damals vorstand, bezeichnete diese Berechnung in seiner Beschwerde als irreführend. Sie lasse zentrale Vergütungsbestandteile sowie Abzüge ausser Acht.
Laut dem Schweizer Presserat setzte die Zeitung ein vereinbartes Kostendach fälschlicherweise mit einem effektiven Einkommen gleich, wie es in einer Mitteilung vom Freitag hiess. «Angesichts der grossen Differenz zwischen eigener Hochrechnung und offiziellen Zahlen wären vertiefte Abklärungen nötig gewesen.»
Der Presserat kritisierte neben dieser irreführenden Zahl auch, dass die Zeitung ihre Darstellung nach einer öffentlichen Klarstellung des VBS nicht ausreichend korrigiert habe.










