NZZ behauptet sich 2025 in einem anspruchsvollen Marktumfeld
Die NZZ hat 2025 in einem anhaltend anspruchsvollen Marktumfeld ein bereinigtes Konzernergebnis von 16,9 Millionen Franken erzielt. Der Betriebsertrag sank um 4,8 Prozent 236,4 Millionen Franken. Die NZZ spricht von einem «soliden Resultat».

Der Rückgang beim betrieblichen Gesamtertrag sei insbesondere auf das rückläufige Printgeschäft, Unternehmensverkäufe sowie die fortgesetzte IT-Entflechtung mit CH Media zurückzuführen, heisst es in der Mitteilung vom Mittwoch.
Im Geschäftsjahr 2025 verkaufte die NZZ das Zurich Film Festival (ZFF), den Geschäftsbereich Architonic der internationalen Architektur- und Designplattform DAAily platforms sowie eine kleinere Minderheitsbeteiligung im Softwarebereich.
Das bereinigte Konzernergebnis erhöhte sich auf 16,9 Millionen Franken (Vorjahr: 16,7 Millionen Franken). Die Zunahme resultierte aus dem höheren Finanzergebnis und niedrigeren Ertragssteuern. Die Bereinigung des Portfolios führte schliesslich zu einem ausgewiesenen Konzernergebnis von minus 34,5 Millionen Franken.
Angesichts des soliden Ergebnisses im Kerngeschäft und der sehr starken Kapitalbasis des Unternehmens schlägt der Verwaltungsrat den Aktionärinnen und Aktionären wie im Vorjahr die Ausschüttung einer Dividende von 200 Franken je Aktie vor.
Der Lesermarkt bleibe das Fundament des Geschäftsmodells, heisst es in der Medienmitteilung. Trotz leicht rückläufiger Abonnentenzahl von 208'800 (Vorjahr: 212'600) habe der Ertrag im Lesermarkt gesteigert werden können. Treiber seien insbesondere das digitale Wachstum sowie das Premiumangebot NZZ Pro gewesen.
Im Werbemarkt konnten die steigenden Erträge aus dem Onlinegeschäft die sinkenden Erträge aus dem Printgeschäft sowie wegfallende Erträge aus Partnerschaften infolge des Verkaufs des ZFF nicht vollständig kompensiert werden. Der Gesamtertrag im Werbemarkt sank um 4 Prozent auf 99,3 Millionen Franken.
Auch 2026 rechnet die NZZ nach eigenen Angaben mit einem anspruchsvollen Marktumfeld. Man wolle «weiterhin gezielt in publizistische Qualität, technologische Kompetenz und digitales Wachstum – mit klarem Fokus auf das Wesentliche» investieren. Dazu gehöre auch der Verkauf der verbliebenen 35 Prozent-Beteiligung an CH Media an AZ Medien per 1. April 2026.
Parallel dazu will die NZZ ihre Beteiligung am Aussenwerbeunternehmen APG/SGA erhöhen. Im Dezember 2025 kündigte sie den Ausbau von 25 Prozent auf 45 Prozent an. Der Vollzug wird im zweiten Quartal 2026 erwartet. Die Beteiligung stärke die Position der NZZ in den Werbemärkten und sichere dem Unternehmen einen stabilen, gegenüber den Auswirkungen der künstlichen Intelligenz resilienten Ertragsstrom, schreibt die NZZ.










