Oberster Schulleiter fordert Jugendschutz bei sozialen Medien

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Social Media soll für Kinder unter 16 Jahren verboten werden. Das fordert Thomas Minder, oberster Schulleiter der Schweiz. Eine Idee, die auf Zustimmung stösst.

    Kinder Social Media
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    Das Wichtigste in Kürze

    • Kinder unter 16 Jahren sollen keine sozialen Medien nutzen dürfen.
    • Das fordert Thomas Minder, oberster Schulleiter der Schweiz.
    • Laut einer Umfrage teilen 80 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer diese Meinung.

    Der oberste Schulleiter der Schweiz hat in einem Interview mit Tamedia im Umgang mit sozialen Medien einen Jugendschutz gefordert.

    «Aus meiner Sicht gehören soziale Medien für Minderjährige verboten», sagte Thomas Minder dem Medienhaus.

    Erwachsenen sei es kaum möglich, vernünftig mit den Programmen umzugehen. Das sagte der Präsident des Verbands Schulleiterinnen und Schulleiter Schweiz (VSLCH), im Interview.

    Social Media hat Suchtpotenzial

    «Wollen wir wirklich, dass Algorithmen entwickelt werden, um die noch nicht ausgereiften Gehirne unserer Kinder in den Bann zu ziehen?», fragte er.

    Braucht es eine Altersgrenze für Social Media?

    Die Frage nach einem Social-Media-Verbot für Minderjährige geht oft mit jener nach einem Handyverbot an Schulen einher. Ein Handyverbot hält der Verbandspräsident für «Politmarketing von Bildungsdirektoren».

    Vielmehr dränge sich die Frage nach einem Jugendschutz beim Umgang mit Smartphones auf. Er verglich ihr Suchtpotenzial mit dem von Alkohol und Tabak. «Ganz besonders in Bezug auf soziale Medien», sagte Minder.

    Schweizerinnen und Schweizer für ein Verbot

    Seine Haltung dürfte auf Anklang stossen. Eine im Mai veröffentlichte Studie zeigte, dass die Schweizer Bevölkerung einem Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige mehrheitlich positiv gegenüber steht.

    80 Prozent der Befragten befürworteten die oft diskutierte Idee in einer Umfrage des Forschungsinstituts Sotomo. Fast gleich hoch fiel demnach die Zustimmung für ein Handyverbot an Schulen aus.

    In der nationalen und internationalen Politik ist das Thema ebenfalls präsent. Der Ständerat prüft, ob ein Verbot von Plattformen wie Tiktok und Instagram für unter 16-Jährige etwas bewirken kann.

    In Australien bereits verboten

    Er hiess im März oppositionslos zwei entsprechende Postulate gut, mit denen der Bundesrat einverstanden war. Untersuchen soll die Landesregierung unter anderem, was ein Verbot von Smartphones an Schulen für den Jugendschutz bewirken könnte.

    Benutzt du soziale Medien?

    Australien gilt bei der Beschränkung von sozialen Medien für Minderjährige als Vorreiter. Jugendliche dürfen dort künftig erst ab 16 Jahren Plattformen wie X, Tiktok, Facebook und Instagram nutzen.

    Ähnliche Bestrebungen gibt es in der Europäischen Union (EU). EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sprach sich kürzlich für eine Altersgrenze aus. Auch sie verglich soziale Medien mit Tabak und Alkohol.

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    Kommentare

    User #3943 (nicht angemeldet)

    Ja die E-ID zum einloggen ins internet kommt, man weiss, keine sorge ..

    User #5036 (nicht angemeldet)

    Jugendschutz vor Tiktok Schmutz ?

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