Novartis: Chef verdient jetzt 300 Mal mehr als Du!
Novartis schreibt einen fetten Gewinn. CEO Vas Narasimhan kassiert nun 25 Millionen Franken Lohn. Der Aufschrei ist gross.

Das Wichtigste in Kürze
- Novartis macht im Geschäftsjahr 2017 einen Gewinn von 17,4 Milliarden US-Dollar.
- Bedeutet auch: CEO Narasimhan freut sich auf eine krasse Lohn-Erhöhung.
- Dafür gibt es Kritik von der Aktionärsgesellschaft.
Novartis verkündet am Mittwoch einen fetten Gewinn von 17,4 Milliarden US-Dollar (rund 13,5 Milliarden Franken).
Grund zur Freude hat auch CEO Vas Narasimhan. Sein Grund-Salär erhöht sich zwar nur minim auf 1,9 Millionen Franken. Der Amerikaner erhält für das letzte Jahr aber eine Gesamtvergütung von 24,9 Millionen Franken.
Kritik: «Verdient an einem Tag, was Schweizer in einem Jahr verdienen»
Ein Blick zurück zeigt: Der Lohn von Vas Narasimhan ist auch schon gesunken, in den letzten Jahren aber stark angestiegen.
Das sorgt für massive Kritik – etwa durch den Aktionärs-Vertreter Vincent Kaufmann. Die fast 25 Millionen seien viel zu hoch, sagt der Direktor der Anlage-Stiftung «Ethos» in der «SRF Tagesschau».
«Das ist fast dreihundert Mal der Schweizer Median-Lohn. Der CEO von Novartis bekommt also an einem Tag, was Schweizer und Schweizerinnen in einem Jahr verdienen. Das stimmt nicht.»

Zum Vergleich: Auch Roche blickt auf ein gutes Jahr zurück. Allerdings verdient dort CEO Thomas Schinecker mit zehn Millionen Franken nur leicht mehr als im Vorjahr.
Wohl auch, weil der Novartis-Konkurrent hier viel stärker verankert ist und sich der politischen Sprengkraft mehr bewusst ist. Gerade in Zeiten, wo Medikamentepreise erhöht werden sollen.
Novartis blickt auf Löhne in den USA
Novartis erklärt, Der Lohn sei leistungsorientiert. Das dürfte aber nicht der einzige Grund sein.
Novartis vergleicht sich mit den USA – über den Gewinn sprach Narasimhan etwa nur in amerikanischen Medien. In Übersee sind Löhne von über 20 Millionen längst die Regel.















