Novartis

    Kanton Aargau stuft Novartis-Abbau als besorgniserregend ein

    Keystone-SDA
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    Aarau,

    Der Kanton Aargau zeigt sich besorgt über den Abbau von 550 Stellen bei Novartis in Stein und bezeichnet dies als harten Schlag für den Pharmastandort.

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    Novartis passt im Zuge der Werksschliessung auch seine Deposits und Lagerstrukturen im europäischen Produktionsnetz an. (Archivbild) - keystone

    Der Kanton Aargau reagiert mit grosser Sorge auf den angekündigten Abbau von 550 Stellen bei Novartis am Standort Stein. Die Regierung bezeichnet den Schritt als harten Schlag für den Pharmastandort Aargau.

    Die Regierung fordert Novartis gemäss einer Mitteilung vom Dienstag dazu auf, den Stellenabbau so tief wie möglich zu halten und sozialverträgliche Lösungen für betroffene Mitarbeitende vorzulegen.

    Stellenabbau sorgt im Kanton für Besorgnis

    Die am Dienstag bekannt gewordene Nachricht über den Stellenabbau sei aktuell «besonders besorgniserregend», heisst es in der Mitteilung des Kantons. Die Pharmaindustrie sei angesichts der aktuellen Situation auf dem Weltmarkt unter Druck.

    «Ein Stellenabbau in diesem Ausmass trifft den Kanton Aargau und das Fricktal als Standort für die Pharmaindustrie hart», wird Landamman Dieter Egli (SP) in der Mitteilung zitiert.

    Novartis investiert 26 Millionen Dollar in Aargauer Standort

    Für den Aargau bleibe aber ein Lichtblick. Novartis habe angekündigt, weitere 26 Millionen US-Dollar in die Produktion steriler Darreichungsformen am Standort Stein zu tätigen. «Dies zeigt dem Regierungsrat, dass das Unternehmen von den Qualitäten des Standorts Aargau überzeugt ist.»

    Regierungsrat Egli zeigt sich dennoch besorgt: «Es wird für die Schweiz als Hochlohnland zunehmend schwieriger, Arbeitsplätze in der produzierenden Industrie zu halten.» Deshalb brauche es weitere Anstrengungen in der Standortförderung, um ein langfristiges, nachhaltiges Wachstum sicherzustellen und Arbeitsplätze zu erhalten.

    Kommentare

    User #3958 (nicht angemeldet)

    «Es wird für die Schweiz als Hochlohnland zunehmend schwieriger, Arbeitsplätze in der produzierenden Industrie zu halten.» Nur zur Erinnerung: Der Kanton Aargau hat nicht einmal einen Mindestlohn! Ich denke also, dass diese Beschwerde genau das falsche Argument ist. Außerdem frage ich mich, wie viel Steuern Novartis überhaupt zahlt. Denn es könnte sich natürlich auch um eine Taktik handeln, mit der Drohung, wegen „zu hoher” Steuern wegzuziehen, weil ein anderer Kanton vielleicht niedrigere Steuersätze (oder vielleicht gar keine Steuern mehr) berechnet. Das nennt man auch „Wettlauf nach unten”.

    User #3249 (nicht angemeldet)

    Die Verlagerung der Produktion aus dem Hochpreisland Schweiz in andere Weltgegenden hat doch bestimmt den erfreulichen Aspekt, dass Pharmaprodukte in der Schweiz sehr viel günstiger werden....

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