Novartis

Novartis und Roche im Vergleich

Esada Kunic
Esada Kunic

Basel,

Die beiden Schweizer Pharmakonzerne Novartis und Roche liefern sich ein intensives Rennen um die globale Vormachtstellung in der Pharmaindustrie.

Pharmaindustrie novartis roche
Die beiden Schweizer Pharmakonzerne Novartis und Roche konkurrieren um ihre Position in der globalen Pharmaindustrie. (Symbolbild) - keystone

Beide Basler Konzerne präsentierten kürzlich beeindruckende Jahreszahlen für 2025, wie das «SRF» berichtet. Novartis steigerte den Umsatz um 8 Prozent auf 54'500 Millionen Dollar (etwa 49,6 Milliarden Franken).

Roche erzielte einen Umsatz von 61'500 Millionen Franken, ein Plus von 2 Prozent. Der Reingewinn betrug 13'800 Millionen Franken, nach 9200 Millionen im Vorjahr.

Interessierst du dich für die Pharmabranche?

CEO Thomas Schinecker erhielt für 2025 eine Gesamtvergütung von 10'200 Millionen Franken. Der Konkurrent bezahlt seinem Chef deutlich mehr als Roche seinem CEO: Vas Narasimhan erhielt für 2025 eine Gesamtvergütung von 24'900 Millionen Franken.

Novartis und Roche: Aktienkurse mit unterschiedlicher Dynamik

Die Roche-Aktien schlossen 2025 mit einem Plus von knapp 30 Prozent ab. Die des Konkurrenten legten um 23 Prozent zu, berichtet «The Market».

Auf lange Sicht über zehn Jahre hat Novartis weiterhin die Nase vorn. Die Aktien schneiden mit einem Plus von gut 70 Prozent besser ab, Roche-Valoren kommen auf rund 30 Prozent.

Die Novartis-Aktien verlaufen vergleichsweise stabil mit erkennbarer Aufwärtstendenz, erklärt Frank Pfeiffer, Fondsmanager bei Tareno. Die Roche-Valoren sind deutlich volatiler, der Aktienkurs ist stärker nachrichtengetrieben.

Preisdiskussionen in den USA

Beide Konzerne stehen unter Druck durch die Preispolitik von US-Präsident Donald Trump. Sie haben mit der US-Regierung Vereinbarungen getroffen und sind durch das MFN-Abkommen für drei Jahre von Zöllen befreit.

roche novartis
Novartis und Roche sind die grössten Pharmakonzerne der Schweiz und stehen in den USA vor ähnlichen Preisherausforderungen. - keystone

Roche macht mehr als die Hälfte des Medikamentenumsatzes in den USA, wie das «SRF» berichtet. Auch sein Konkurrent erzielt fast die Umsatzhälfte dort – beide investieren in den USA, um allfälligen Zöllen zu entgehen.

Die Pharmaindustrie fordert höhere Medikamentenpreise in Europa, um die Innovationen zu finanzieren. Novartis-Chef Narasimhan gab sich zuversichtlich, dass pragmatische Lösungen mit Regierungen gefunden würden.

Dividenden steigen kontinuierlich

Die Dividende bei Novartis soll um 20 Rappen auf 3.70 Franken steigen. Bei Roche soll sie um 10 Rappen auf 9.80 Franken erhöht werden, berichtet das «SRF».

Beide Konzerne erhöhen die Dividende seit Jahren. Roche erhöht die Ausschüttung seit nunmehr 38 Jahren in Folge, schreibt «Cash».

Die 39. Anhebung dürfte das Management am Donnerstag mit dem Geschäftsbericht 2025 bekannt geben. Novartis erhöhte seit der Gründung 1996 insgesamt 28 Mal.

Kommentare

User #2468 (nicht angemeldet)

Sie sollen keine Rennen veranstalten. Sondern dafür sorgen , dass sie die Unmengen an fehlenden Medikamenten, in den Griff bekommen.

Weiterlesen

Novartis
191 Interaktionen
Pharma-Riese
novartis Vas Narasimhan
55 Interaktionen
Vergütung
Novartis
2 Interaktionen
Laut Medienbericht

MEHR NOVARTIS

novartis
191 Interaktionen
Es hagelt Kritik
Mit 85 Jahren
Biontech Coronavirus
16 Interaktionen
550 Jobs weg
Biontech Coronavirus
46 Interaktionen
Kahlschlag

MEHR AUS STADT BASEL

FC Basel
174 Interaktionen
FCB-Trainerwechsel
Jodlerfest
2 Interaktionen
Basel