Stadt Basel

Basler Cliquenkeller müssen Brandschutz-Nachbesserungen durchführen

Keystone-SDA Regional
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Basel,

Die Feuerpolizei hat bis am Mittwochabend 36 der rund 70 Basler Cliquenkeller inspiziert. Gut 80 Prozent sind gemäss Gebäudeversicherung brandschutztechnisch gut aufgestellt. Bei manchen braucht es vor der Fasnacht Nachbesserungen, wie die Feuerpolizei bei einer Begehung am Donnerstag festhielt.

Risiko-Inspektoren prüfen die Breite der Notausgänge in einem Guggenmusik-Keller in Basel.
Risiko-Inspektoren prüfen die Breite der Notausgänge in einem Guggenmusik-Keller in Basel. - KEYSTONE/URS FLUEELER

Der Keller der Guggenmusik Räpplischpalter im Kleinbasel war an der Reihe. Zwei Inspektoren gingen zusammen mit dem Vereinspräsidenten eine Checkliste durch. Der Keller verfügt über zwei Notausgänge und ist daher für 100 Personen zugelassen. Unter anderem wollte die Feuerpolizei wissen, wie die Anzahl Gäste kontrolliert wird.

Anschliessend führten sie einen Rundgang durch, den die Nachrichtenagentur Keystone-SDA begleiten konnte. Dabei nahmen die Inspektoren Mass von der Breite der Ausgänge und nahmen die Beschilderung der Notausgänge unter die Lupe.

Die Räpplischpalter erfüllen nahezu alle Anforderungen. An zwei Stellen müssen sie gemäss Feuerpolizei noch nachrüsten. Zum einen muss eine Tür noch mit einem Schloss an der Wand fixiert werden, damit sie in einem Brandfall offen bleibt. Zum anderen fehlt beim einen Ausgang zum Hof noch die Beschilderung.

Ein Vorteil des Räppli-Kellers ist, dass er nicht über leicht brennbare Dekorationen verfügt. Somit ergibt sich im Gegensatz zu einigen Cliquen das Problem der Laternenbilder nicht. Nach Einschätzung der Feuerpolizei gehören die aufgehängten Larven, die jüngeren Datums sind, zur Kategorie RF2, also geringer Brandbeitrag. Problematischer seien eher alte Fasnachtsdekorationen.

Anders sieht die Situation etwa beim Keller der Fasnachtsclique «Alti Richtig» an der Bäumleingasse aus. In ihrem «Begglisaal» von 1931 hängen lauter historische Laternenseiten am Gewölbe. Die Clique möchte gemäss einem Beitrag von SRF «Schweiz aktuell» diese Kunstwerke nicht zwecks Brandprobe beschädigen.

Es werde an der diesjährigen Fasnacht daher keine Beiz wie üblich geben, sagte der Obmann auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Ob und in welcher Form die Clique ihren Keller aufmachen werde, stehe «noch in den Sternen». Erst wolle die Alti Richtig noch die zweite Begehung abwarten.

Auch die Gebäudeversicherung hielt fest, dass definitive Angaben über die Kellersituation erst nach den zweiten Besichtigungsrunden folgen werden. Sie führt bei Räumen mit Platz für 300 Personen und mehr alle fünf bis sechs Jahre periodische Kontrollgänge durch. Somit blieben wohl viele Cliquenkeller als kleine Lokalitäten bisher unter dem Radar, was sich nun mit den Vorgaben nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana VS ändert.

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