Neuer Vorschlag der Genfer Regierung für Route der Anti-G7-Demo
In Genf geht das Ringen um die Route für die Anti-G7-Kundgebung am 14. Juni weiter. Der Staatsrat legte am Mittwoch eine neuen Verlauf der Strecke fest. Die Koalition No G7 kündigte an, am kommenden Dienstag über ihre Reaktion auf den Vorschlag zu entscheiden.

Der Vorschlag der Regierung erfolgte, nachdem die Behörden den Gegnern des G7-Gipfels mehrere Tage Zeit gegeben hatten, eine Route am rechten Seeufer vorzuschlagen. Finanzdirektorin Nathalie Fontanet (FDP) erklärte vor den Medien, die Regierung habe damit ihre Verantwortung wahrgenommen.
Sicherheitsdirektorin Carole-Anne Kast (SP) präsentierte eine Strecke entlang grosser Verkehrsachsen, die Platz für die erwarteten mehr als 50'000 Teilnehmenden bieten soll. Der G7-Gipfel findet vom 15. bis 17. Juni im französischen Evian-les-Bains statt.
Wird die Route akzeptiert, startet der Demonstrationszug um 16 Uhr beim Parc Mon Repos und führt über den Quai du Mont-Blanc, die Rue de la Servette und die Rue Hoffmann bis zur Place des Nations und zurück. Eine Überquerung der Mont-Blanc-Brücke bleibt jedoch ausgeschlossen. Laut den Behörden berücksichtigt die Strecke Sicherheitsrisiken, operative Anforderungen sowie den Schutz der G7-Delegationen.
Die No-G7-Koalition hatte den Entscheid des Kantons, die Kundgebung nur am rechten Seeufer zu erlauben, als «Provokation» bezeichnet. Am Dienstag kündigten sie an, juristisch dagegen vorzugehen. Die rund 60 Mitgliedsorganisationen wollen nun kommende Woche entscheiden, ob sie die vorgegebene Route akzeptieren.
Die Genfer Behörden haben umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Sie verwiesen auf die Erfahrungen des G8-Gipfels von 2003 in Evian-les-Bains, als es in Genf zu massiven Sachbeschädigungen gekommen war.














