Nau.ch-Reporter rettet Rehkitze in Herrliberg ZH
Wenn im Sommer Felder gemäht werden, wird das zur Todesfalle für Rehkitze. Um das zu verhindern, rückt Nau.ch-Reporter Nico Leuthold mit seiner Drohne aus.
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Das Wichtigste in Kürze
- Wenn Landwirte ihre Felder mähen, wird das zur Todesfalle für Rehkitze.
- Denn die Jungtiere flüchten bei Gefahr nicht. Stattdessen bleiben sie im Gras liegen.
- Um die Tiere vorher aufzuspüren, lässt Nau.ch-Reporter Nico Leuthold seine Drohne steigen.
Sobald die Temperaturen in der Schweiz steigen, sind sie auf den Feldern des Landes unterwegs: die Bauern.
Eine Aufgabe, die zu Beginn des Sommers ansteht ist das Mähen des Grases. Das Gras bleibt liegen, trocknet und wird so zu Tierfutter wie Heu.
Doch das Mähen birgt im Frühsommer grosse Gefahren. Denn Rehe verstecken sich mit ihren Kitzen – so nennt man Reh-Babys – im hohen Gras.
Danach verlassen die Reh-Mütter ihre Jungen meist für längere Zeit. Eigentlich ein guter Schutz, denn von den Rehkitzen geht wenig Eigengeruch aus. Zudem sind sie im hohen Gras nicht zu sehen.
Rehli-Rettung durch Drohneneinsatz
Doch genau das wird für die Rehli zur Todesfalle. Denn auch für die Landwirtinnen und Landwirte auf ihren Mähmaschinen sind sie nicht zu sehen.
Noch schlimmer: Die Rehkitze flüchten bei Gefahr nicht. Stattdessen drücken sie sich noch stärker ins Gras, um sich zu verstecken.
Das hat zur Folge, dass die Rehlis ins Mähwerk geraten können. Und dabei qualvoll sterben.
Um das zu verhindern, rückt auch Nau.ch-Reporter Nico Leuthold aus. Er fliegt für die Gemeinde Herrliberg ZH mit seiner Drohne über die Felder, bevor sie gemäht werden.

Er erklärt: «Ich werde jeweils am Vorabend von den Jägern aufgeboten.» Dies, nachdem die Landwirte zuvor die Jäger über ihr Mähvorhaben informierten.
Reh wird markiert und durch Kiste geschützt – dann wird gemäht
«Wir treffen uns dann am nächsten Morgen zwischen 04.30 und 05.30 Uhr. Dabei kommt es auch darauf an, wie viele Felder abgeflogen werden müssen», schildert Leuthold.
Man müsse mit der Arbeit früh beginnen. Sonst führe die Sonneneinstrahlung dazu, dass die Rehkitze auf der Wärmebildkamera nicht mehr zu erkennen seien.

«Die Felder werden dann vor Ort in einer Höhe von etwa 50 Metern mit der Drohne und der Wärmebildkamera abgeflogen. Entdeckt man ein Kitz, gehen Jäger oder Landwirt mit einem Markierungspfosten und einer Kiste dorthin, wo das junge Reh liegt.»
Dann würde die Kiste über das Reh gelegt. Dadurch und mithilfe des Pfostens sei es beim Mähen der Felder geschützt. «Wenn fertig gemäht wurde, entfernt man die Kiste und die Reh-Mutter kann ihr Kleines aus dem Feld holen.»














