Nahost-Konflikt

    Nahost-Konflikt: Linker Szenetreff in Basel lädt Musiker aus

    Dennis Kittler
    Dennis Kittler

    Basel,

    Das Kleinbasler Konzertlokal «Hirscheneck» hat ein Konzert mit dem Elektropunker Björn Peng abgesagt. Seine Haltung im Nahost-Konflikt ist wohl der Grund.

    Links Basel Hirscheneck
    Der linke Szene-Treff «Hirscheneck» in Basel. (Archivbild) - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der linke Szenetreff «Hirscheneck» hat das Konzert des Musikers Björn Peng abgesagt.
    • Unterschiedliche Sichtweisen auf den Nahost-Konflikt sind wohl der Grund dafür.

    Eigentlich hätte der deutsche Elektropunk-Musiker Björn Peng am Wochenende im Basler Szenetreff «Hirscheneck» auftreten sollen. Doch der Auftritt wurde von Clubseite her abgesagt – unterschiedliche Standpunkte zum Nahostkonflikt wegen.

    Auf seiner Facebook-Seite begründete das «Hirscheneck»-Kollektiv die Absage: «Wir sind momentan in einem Diskussionsprozess über das Thema Israel-Palästina und unseren Haltungen dazu.» Es habe «inhaltliche Differenzen» zu einem Aufruf Björn Pengs gegeben.

    Hirscheneck Björn Peng Absage
    Der linke Szenetreff «Hirscheneck» hat am Wochenende einen Auftritt des deutschen Musikers Björn Peng abgesagt. - Facebook/@Hirscheneck

    Peng ist einer der Gründer der Kampagne «Artists Against Antisemitism». Diese setzt sich gegen Antisemitismus und Antizionismus ein.

    «Haben verschiedene Meinungen zu dem Thema»

    Welche genauen Gründe zur Absage des Konzertes führten, ist bisher unklar. Eine entsprechende Anfrage der «bz Basel» an das «Hirscheneck»-Kollektiv blieb unbeantwortet.

    Björn Peng Antisemitismus
    Der deutsche Musiker Björn Peng durfte nicht im linken Szenetreff «Hirscheneck» auftreten. - Instagram/@bjoernpeng

    Auf ihrer Facebook-Seite schrieben die Mitglieder des linken Konzertlokals nur: «Wir funktionieren als Kollektiv und haben verschiedene Meinungen zu dem Thema.» Das mache es nicht immer einfach, «Statements oder Haltungen als Kollektiv zu vertreten».

    Auch der Musiker gab laut «bz Basel» kein Statement ab. Er und das «Hirscheneck» kennen sich aber von vorherigen Auftritten.

    Bereitet dir der Nahost-Konflikt Sorge?

    Im «Hirscheneck» wird derweil nun diskutiert. «Der Entscheid soll uns Raum zu weiteren Auseinandersetzungen geben», hiess es auf Facebook weiter.

    Kommentare

    User #74 (nicht angemeldet)

    Sind es nicht eher die Leute von Hirscheneck, die im Rahmen der Pro palästinensische Bewegung vergessen die Hamas zu erwähnen? In keiner Demo habe ich gesehen dass jemand die grausame Tat der Hamas auch nur erwähnte….ich werde in diesem Lokal kein Fuss mehr setzen. Abgesehen davon würden die mich eh rausschmeissen weil ich die Dinge anders sehe als Sie. Intoleranz lässt grüssen.

    User #8781 (nicht angemeldet)

    Grüsse an das Kollektiv und wehrt euch weiter...

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