Nach Ende des Tankrabatts steigt Teuerung in Deutschland wieder
Nach dem Auslaufen des vom Staat gewährten Tankrabatts hat sich das Leben in Deutschland sprunghaft verteuert. Im Juli lagen die Verbraucherpreise um 2,8 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, wie das Statistische Bundesamt am Donnrstag auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte.

Im Mai und im Juni hatte die Senkung der Energiesteuer auf Benzin und Diesel um knapp 17 Cent pro Liter den Preisauftrieb gedämpft. Die Inflationsrate sank bis auf 2,3 Prozent im Juni. Noch im April hatte der Ölpreisschock infolge des Iran-Kriegs die Teuerungsrate mit 2,9 Prozent auf den höchsten Stand seit Januar 2024 getrieben.
Der Tankrabatt ist Ende Juni ausgelaufen. Zugleich lastet der nach wie vor nicht beendete Iran-Krieg auf den Energiemärkten, zwischenzeitlich lag der Ölpreis erneut über der Marke von 100 US-Dollar je Barrel (159 Liter), ging dann aber wieder zurück. Weil viele Produzenten höhere Energiekosten nach und nach auf ihre Preise aufschlagen, könnten etwa Nahrungsmittel in den kommenden Monaten ebenfalls teurer werden.
Im Juli lagen die Energiepreise in Deutschland nach Berechnungen der Statistiker um 8,3 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Im Juni waren es 3,4 Prozent. An den Zapfsäulen sind Preise über zwei Euro für den Liter Benzin wieder die Regel. Höhere Grosshandelspreise für Gas kommen zumeist mit Verzögerung bei privaten Haushalten an.
Für Lebensmittel musste die deutsche Bevölkerung im zu Ende gehenden Monat den Angaben zufolge wie in den beiden Vormonaten 0,4 Prozent mehr zahlen als im Vorjahresmonat. Und Dienstleistungen, zu denen Restaurantbesuche und Reisen zählen, verteuerten sich im Juli um 2,9 Prozent (Mai und Juni 3,1 Prozent).










