Nach Brand in Crans-Montana: So werden die Angehörigen betreut

Melisa Zec
Melisa Zec

Crans-Montana,

Im beliebten Skigebiet Crans-Montana forderte ein Brand in der Silvesternacht 40 Todesopfer. Die Behörden kümmern sich intensiv um die Angehörigen der Opfer.

Crans-Montana brand
Trauer in Crans-Montana: Alle 40 Todesopfer wurden nach dem Brand bis zum 4. Januar 2026 vollständig identifiziert. - keystone

Ein verheerender Brand in Crans-Montana forderte in der Silvesternacht 40 Todesopfer. Neben den Opfern leiden auch die Angehörigen – weshalb die Behörden umfassende Unterstützung anbieten.

Irmela Moser leitet das Care-Team des Kantons Bern und unterstützt ihre Mitarbeitenden in der Brandkrise von Crans-Montana. Acht Teammitglieder betreuten vor Ort Familien und Überlebende unter heftigen emotionalen Belastungen.

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Empathie sei das Wichtigste, erklärt Moser gegenüber dem «SRF». «Gerade die Überlebenden haben sich auch Vorwürfe gemacht», was professionelle Begleitung erfordere.

Moser betont auch, wie wichtig es sei, immer wieder den Zusammenhalt in den Familien zu stärken. Erklärungen zu DNA-Proben und Abläufen helfen «für die Akzeptanz in dieser schwierigen Situation».

Nach Brand: Identifizierung der 40 Opfer

Alle 40 Todesopfer wurden bis zum 4. Januar 2026 vollständig identifiziert, wie Walliser Behörden mitteilten. Das nationale «Disaster Victim Identification Team» übernahm die aufwendige Arbeit.

Leiter Christian Brenzikofer beschrieb in einem Gespräch mit dem «SRF» den enormen Druck durch die wartenden Familien als Herausforderung. Spezielle DNA- und zahnmedizinische Analysen waren in vielen Fällen erforderlich.

Brand Crans-Montana
Menschen gedenken in Crans-Montana der Opfer nach einem verheerenden Brand. - keystone

Schwerverletzte Patienten werden laut VBS per europäischem Zivilschutzmechanismus in Spezialkliniken verlegt. Die sogenannten Burns Assessment Teams aus Frankreich und Italien haben die Schweizer Spitäler im Wallis und in Lausanne unterstützt.

Psychosoziale Hilfe für Angehörige

Im Universitätsspital Zürich liegen 13 Erwachsene in spezialisierter Behandlung auf Intensivstationen. Das Kinderspital Zürich versorgt vier Kinder mit Verbrennungen dritten Grades, heisst es in einer Medienmitteilung des Kantons Zürich.

Eine zentrale Helpline unter der Nummer 0848 112 117 steht Betroffenen laut der Gemeinde Crans-Montana zur Verfügung. Psychologen und Sozialarbeiter bieten sofortige Beratung und Krisenintervention an.

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