Messe in Crans-Montana zum Gedenken an die Opfer

Keystone-SDA
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Icogne,

Hunderte von Menschen haben am Sonntag in Crans-Montana VS an einer Messe zum Gedenken an die Opfer der Brandkatastrophe teilgenommen. Der Bischof von Sitten, Jean-Marie Lovey, und der reformierte Pfarrer Gilles Cavin wollten eine Botschaft der Hoffnung vermitteln.

An der Messe im Gedenken an die Opfer der Brandkatastrophe von Neujahrsnacht waren viele Familienangehörige und Freunde der Opfer, darunter auch zu Tränen gerührte Gleichaltrige.
An der Messe im Gedenken an die Opfer der Brandkatastrophe von Neujahrsnacht waren viele Familienangehörige und Freunde der Opfer, darunter auch zu Tränen gerührte Gleichaltrige. - KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT

Die Feier, an der zahlreiche Religionsvertreter und Politiker teilnahmen, sollte den Opfern gedenken, aber auch den vom Brand in der Bar «Le Constellation» Betroffenen Trost spenden.

Vor der Versammlung wandte sich der Präsident der Schweizer Synode, Pastor Gilles Cavin, an die Jugendlichen, die zahlreich in der Kapelle erschienen waren: «Was ihr erlebt, was ihr fühlt, ist wichtig», sagte er zu ihnen.

«Habt keine Angst, eure Gefühle, eure Ängste, eure Wut und eure Traurigkeit in Worte zu fassen. Traut euch, zu sprechen, traut euch, um Hilfe zu bitten, traut euch, euch auf andere zu stützen. Um Unterstützung zu bitten oder sie anzunehmen, ist ein Akt des Mutes», fügte er hinzu.

Bischof Lovey betonte in seiner Predigt, dass es «unerträglich ist, in der Dunkelheit des Leidens, des Todes und der Sinnlosigkeit zu verharren», und rief alle dazu auf, das Licht zu suchen.

Die Messe, an der 300 Personen in der Kapelle teilnahmen und die von einer grossen Menschenmenge ausserhalb der Kapelle, darunter auch Feuerwehrleute, verfolgt wurde, begann mit dem Lied «Gloria». Das Dreikönigsfest sei für Katholiken im Allgemeinen eine Zeit der Freude und der Hoffnung. Dies stehe im Gegensatz zu der schrecklichen Situation in Crans-Montana, solle aber allen Menschen die Möglichkeit geben, Hoffnung zu haben, betonte Lovey.

Im Anschluss an die Zeremonie fand ein Schweigemarsch statt, an dem sich laut einer Journalistin von Keystone-SDA vor Ort mehr als tausend Personen beteiligten. Auch mehrere Mitglieder des Walliser Staatsrats nahmen an dem Marsch teil, gesichtet wurden aber auch der italienische Botschafter in der Schweiz, Gian Lorenzo Cornado, oder die ehemalige Bundesrätin Micheline Calmey-Rey.

Der Umzug, der bei Sonnenschein, aber eisiger Kälte stattfand, wurde vom Lied «Hallelujah» von Leonard Cohen begleitet. Es wurde auch «Ave Maria» gesungen.

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Kommentare

User #3098 (nicht angemeldet)

Wie lange gab es diese Bar schon? Wie viele Male wurde da was umgebaut? Wie viele Male wurde da alles mögliche inspiziert und abgenommen? Brandschutzverordnungen müssen in allen öffentlichen Gebäuden erfüllt sein, weil sonst geschlossen! Es hatte bestimmt auch die notwendigen Feuerlöscher überall, aber 14 - 17 jährige sind da halt nicht zu gebrauchen dafür. Und nun will man uns wirklich einreden, dass ein paar harmlose Sprühfackeln, man kann da getrost auch die Hand davor halten, denn da ist absolut nichts heiss!, den ganzen Raum inner Sekunden Explosionsartig in ein Flammenmeer verwandelt haben sollen? Das soll glauben wer will, ich gehöre da nicht dazu!

User #3906 (nicht angemeldet)

Ich seh da viel, sehr viel brennbares Material in der Kirche hoffentlich fällt keine Kerze um ... 😉😉🥂😇😇

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