Mitarbeiter kritisiert Betreiber nach Brand in Crans-Montana
Ein tragischer Brand in Crans-Montana löste Streit um Verantwortlichkeiten aus, nachdem ein Mitarbeiter die Aussagen der Betreiber des Lokals kritisiert hatte.

Nach der Brandkatastrophe im «Le Constellation» in Crans-Montana wehrt sich ein überlebender Barkeeper gegen die Schuldzuweisungen der Barbesitzer.
Laut dem Bericht des Mitarbeiters sei die Servicetür bereits vor dem Brand verschlossen gewesen.
«Ich hätte unmöglich eine Tür schliessen können, die schon geschlossen war», sagte er dem Sender RTS, berichtet der «Merkur». Seine Aussagen basieren auch auf Auswertungen von Überwachungskameras, die diese Darstellung stutzig machen.
Crans-Montana: Kritik an Moretti-Paar nach Brand mit 40 Toten
Das Betreiberpaar Jacques und Jessica Moretti hatte zuvor erklärt, ein Angestellter habe die Tür kurz vor dem Unglück versperrt. Diese Darstellung führt zu massiver Kritik beim Personal, das diesen Vorwurf als unzutreffend und unfair bezeichnet.
Der Barkeeper sagte, es sei zu einfach, die Verantwortung von sich zu weisen. Er kritisierte, dass die Betreiber damit die Schuld einseitig auf die Angestellten schieben wollten.
Bei der Silvesternachtkatastrophe starben 40 Menschen, mindestens 116 wurden verletzt. Die Ermittlungen gegen das Betreiberpaar laufen wegen des Verdachts auf fahrlässigen Totschlag und fahrlässige Brandstiftung, wie verschiedene Medien berichten.
Barkeeper kritisiert fehlende Schulungen und Behördenkontrollen
Der Barkeeper argumentiert, dass Angestellte nie angemessen in Sicherheitsfragen geschult worden seien. Er betont zudem, dass mangelnde Anweisungen zu den Notfalltüren ein wesentlicher Teil des Problems gewesen seien.
Die Tragödie hat Debatten über behördliche Verantwortung und Brandschutzkontrollen in Crans-Montana ausgelöst. Seit 2019 fanden keine vorgeschriebenen Sicherheitsinspektionen der Bar «Le Constellation» statt, berichtet die «RNZ».

Laut Berichten aus dem Ausland wird die Schuldfrage international aufmerksam verfolgt. Vorwürfe gegen Betreiber und staatliche Kontrollen entfachen laut «Reuters» dadurch die Diskussion über Sicherheitsstandards in der Schweiz erneut.











