Migros

    Migros will mit Eigenmarken und kleineren Filialen günstiger werden

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Die Migros will günstiger werden und setzt dafür auf die Eigenmarken und kleinere Filialen. Einen grösseren Stellenabbau soll es nicht mehr geben.

    Migros
    Die Migros will mehr auf Eigenmarke setzen und so günstiger werden. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Migros will günstiger werden, ohne zum Discounter zu werden.
    • Dafür will sie mit der bisherigen Strategie brechen und mehr auf Eigenmarken setzen.
    • Migros-Chef Irminger kündigt an, dass es keinen grossen Stellenabbau mehr geben wird.

    Die Migros will mit Eigenmarken und kleineren Filialen günstiger werden. Zudem kündigte Migros-Chef Mario Irminger in einem Interview vom Sonntag an, dass es nicht zu einem weiteren grossen Stellenabbau kommen wird. Der Ausbau von Eigenmarken sei ein «krasser Bruch» mit der bisherigen Strategie. Dies sagte Irminger im Interview mit der «SonntagsZeitung».

    Beliebte Markenartikel seien unbestritten und würden weiterhin angeboten, weniger gefragte Markenartikel werde die Migros aus dem Sortiment nehmen. Welche, sei noch nicht geklärt. Aktuell liege der Eigenmarktanteil bei gut 80 Prozent, sagte der Konzernchef.

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    Migros-Chef Mario Irminger. - keystone

    Für die Zukunft erwartet der Detailhändler eine tiefere Kaufkraft der Konsumentinnen und Konsumenten. Preislich wolle sich die Migros den Discountern annähern, ohne selbst zum Discounter zu werden. Eine Fusion mit Denner sei ausgeschlossen. «Denner brauchen wir, um uns gegen die beiden deutschen Discounter verteidigen zu können», sagte der Migros-Chef.

    Die Läden der Zukunft würden nicht viel anders aussehen als heute. Anstelle von grossen Filialen soll es mehr kleinere Läden geben, sagte Irminger. Die grossen Wochenendeinkäufe gebe es nicht mehr. Kundinnen und Kunden würden im Durchschnitt drei- oder viermal pro Woche einkaufen.

    Stellenstreichungen in kleinerem Umfang möglich

    Der orange Riese befindet sich im Umbau. «Einen so grossen Stellenabbau wird es nicht mehr geben», sagte der Firmenchef im Interview. Jedoch seien Stellenstreichungen in kleinerem Umfang möglich.

    Der bereits bekannte Stellenabbau betreffe verschiedene Bereiche, sagte der Konzernchef im Interview. Mit dem Verkauf der Fachmärkte, fielen auch Arbeitsplätze in Verwaltung, Logistik und IT weg. Viele feste Arbeitsstellen seien in temporäre Jobs umgewandelt und offene Stellen nicht mehr besetzt worden.

    Anfang Februar hatte die Migros-Gruppe den Abbau von bis zu 1500 der insgesamt rund 100'000 Stellen angekündigt. Zuletzt wurde bekannt, dass Melectronics an Mediamarkt geht und dass sich der Detailhändler von weiteren Tochtergesellschaften trennen will. Viele Mitarbeitende müssen sich eine neue Stelle suchen.

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    Kommentare

    User #5647 (nicht angemeldet)

    Der Schaden ist kaum reversibel angerichtet. M kann sich weitere Verlautbarungen sparen. 60 Jahre Migros reichen! Und tschüss

    User #1700 (nicht angemeldet)

    Haben Sie nicht vor kurzem viele eigennarken rausgeworfen ? Ein Beispiel : Gummibärchen gibt's nur noch haribo oder Budget

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