Mehrere Abgänge bei Crans-Montana-Stiftung

Keystone-SDA
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Lausanne,

Bei der Stiftung Beloved kommt es zum grossen Umbau: Vier von neun Stiftungsräten treten zurück – darunter Vertreter der Opferfamilien.

Crans-Montana
In der Silvesternacht kam es in Crans-Montana zu einer verheerenden Brandkatastrophe mit 41 Toten und 115 Verletzten. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Vier von neun Mitgliedern sind aus dem Stiftungsrat der Beloved-Stiftung zugunsten der Opfer von Crans-Montana zurückgetreten.
  • Die Stiftung sucht teilweise neue Mitglieder, um ihre Arbeit nach den Rücktritten neu zu organisieren.
  • Beloved verwaltet rund 24 Millionen Franken für die betroffenen Familien.

Mehrere Personen sind aus dem Stiftungsrat der Stiftung Beloved zugunsten der Opfer der Brandkatastrophe von Crans-Montana VS zurückgetreten.

Insgesamt legten vier von neun Mitgliedern des Gremiums ihre Ämter nieder. Unter ihnen sind die Vertreter der Opferfamilien aus Italien, Frankreich und der Schweiz.

Es seien nicht alle Zurückgetretenen gleichzeitig gegangen. Das sagte Christian Cardon, der Leiter der Geschäftsstelle der Stiftung, am Samstag der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Er bestätigte auf Anfrage einen Bericht des Westschweizer Radios und Fernsehens RTS.

crans-montana
Mehrere Personen sind aus dem Stiftungsrat der Stiftung Beloved zugunsten der Opfer der Brandkatastrophe von Crans-Montana VS zurückgetreten. - keystone

Der Vertreter der Familien der italienischen Opfer, Guido Bertolasso, habe bereits im Juni demissioniert, so Cardon. Der Vertreter der Schweizer Angehörigen von Opfern, Roberto Taibo, habe im August sein Amt abgegeben.

Nachfolger gesucht

Anstelle Bertolassos nahm demnach der frühere Botschafter Italiens in der Schweiz, Gian Lorenzo Cornado, im Vorstand Einsitz. Nachfolgerin Taibos ist Anne de Montmollin, die Direktorin der Westschweizer Stiftung As’trame. Die Organisation unterstützt Familien nach Todesfällen oder in anderen schwierigen Lebenssituationen.

Mitte August traten gemäss Cardon zudem die Lausanner Rechtsprofessorin Anne-Christine Fornage sowie der französische General Jacques Hébrard zurück. Für sie würden Nachfolger gesucht.

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Präsidentin des Stiftungsrats ist die ehemalige Bundesrätin Doris Leuthard. - keystone

Cornado hob auf Anfrage hervor, sein Vorgänger sei aus zeitlichen Gründen zurückgetreten, nicht wegen Meinungsverschiedenheiten.

Man habe die Gelegenheit genutzt, zu Beginn der Tätigkeit der Stiftung notwendige Anpassungen vorzunehmen, erklärte seinerseits Cardon.

Die Stiftung sei dazu da, die Betroffenen der Brandkatastrophe langfristig zu begleiten: «Daher ist es von grundlegender Bedeutung, dass wir auf einer soliden Grundlage starten.»

Was denkst du über die Rücktritte bei der Stiftung Beloved?

Die Stiftung Beloved wurde am 27. März auf Initiative des Kantons Wallis gegründet. Zum 1. Juli dieses Jahres verfügte sie über Spenden oder Spendenzusagen in Höhe von rund 24 Millionen Franken.

Das Geld stammt von den Kantonen Wallis und Waadt, von der Gemeinde Crans-Montana sowie von privaten Spendern. Präsidentin des Stiftungsrats ist die ehemalige Bundesrätin Doris Leuthard.

Kommentare

User #5383 (nicht angemeldet)

Doch nicht so beloved

User #2470 (nicht angemeldet)

Die Seifen-Oper dreht sich weiter im Filze des Wallis!

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