Matteo Salvini

    Matteo Salvini nach Winterthur-Attacke: «Todfeind des Westens»

    Nicola Wittwer
    Nicola Wittwer

    Winterthur Stadt,

    Die Messerattacke in Winterthur macht auch im Ausland Schlagzeilen. Italiens Vize-Regierungschef Matteo Salvini äussert sich auf Instagram.

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    Eine Frau hat den Moment gefilmt, als der Täter in Winterthur davonrannte. - Facebook / Yvonne Kussmann

    Das Wichtigste in Kürze

    • Nach der Messerattacke in Winterthur mit drei Verletzten reagieren viele Politiker scharf.
    • Italiens Vize-Ministerpräsident Matteo Salvini postet ein Video des Täters auf Instagram.
    • Das Motiv des Täters ist noch unbekannt.

    Ein schweizerisch-türkischer Doppelbürger (31) stach am Donnerstagmorgen beim Bahnhof in Winterthur auf drei Personen ein. Zwei wurden mittelschwer verletzt, eine schwer.

    Ein Augenzeuge schilderte gegenüber Nau.ch: «Ich stieg aus dem Zug aus und habe gehört, wie einer ‹Allahu Akbar› geschrien hat.» Bislang ist das Motiv unbekannt.

    Die vom Zürcher Regierungsrat Mario Fehr als Terror-Akt eingestufte Tat schockiert nicht nur in der Schweiz. Auch im Ausland wird der Messerangriff des 31-jährigen Täters aufgenommen. Zahlreiche Medien berichten über den Vorfall in Winterthur.

    Matteo Salvini: «Todfeind des Westens»

    Auch in der Politik sorgt der Angriff für Empörung. In Italien postet Vize-Ministerpräsident Matteo Salvini ein Video, das den Täter von Winterthur auf der Flucht zeigt. Salvini nutzt es, um seine Position zu teilen.

    Der Chef der rechtspopulistischen Lega-Partei schreibt auf Instagram: «Der islamistische Extremismus ist der Todfeind des Westens und muss mit allen Mitteln bekämpft werden. Wer das nicht versteht oder so tut, als wäre nichts geschehen, macht sich mitschuldig.»

    Rechte Politiker reagieren heftig

    Auch hierzulande gibt es von rechts heftige Reaktionen. Die Junge SVP Schweiz schrieb etwa, der Täter besitze «leider den Schweizer Pass».

    Die Zürcher SVP-Nationalrätin Therese Schläpfer schrieb auf X: «Mit Terror versuchen sie uns ihren Glauben aufzuzwingen! Da machen wir nicht mit.»

    Verunsichert dich der Vorfall am Bahnhof in Winterthur?

    Matthias Müller, Vizepräsident der FDP, fordert auf X «mehr Polizeipräsenz, konsequente Strafverfolgung und härtere Strafen für Gewalttäter».

    Täter war polizeibekannt

    Bundespräsident Guy Parmelin sagte am Donnerstagnachmittag: «Ich bin schockiert über den Terroranschlag heute Morgen in Winterthur. Das macht mich tief betroffen. Den drei Verletzten wünsche ich rasche und vollständige Genesung. Und ich danke den Einsatzkräften für ihre Arbeit.»

    Der Zürcher Sicherheitsdirektor Mario Fehr (parteilos) machte seine Haltung mit klaren Worten deutlich: «Wir wollen solche Leute nicht in der Schweiz. Wir wollen, dass solche Leute die Schweiz verlassen.»

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    Der Mediensprecher der Kantonspolizei Zürich gibt Auskunft über den Messerangriff am Donnerstagmorgen in Winterthur. - Nau.ch/Nico Leuthold

    Der Täter wurde in der Schweiz geboren und 2009 eingebürgert. 2024 hatte er eine Erneuerung seines Schweizer Passes beantragt. Da er einen Termin nicht wahrnahm, wurde der Pass nicht erneuert.

    Der 31-jährige Messerangreifer stammt offenbar aus der islamistischen Szene. Er ist polizeilich bekannt als einer der Beschuldigten im Zusammenhang mit den Ermittlungen gegen die An'Nur-Moschee in Winterthur. Damals wurde er wegen Verstoss gegen das IS-Verbot angezeigt.

    Der Mann hat psychische Probleme und war noch diese Woche in der psychiatrischen Klinik. Am Mittwoch beurteilte ein Arzt ihn als «ungefährlich».

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    Kommentare

    User #5495 (nicht angemeldet)

    Unfassbar dass ein Arzt der Psychiatrischen Klinik den Messerstecher als ungefährlich einschätzte.... Dieser "Experte "sollte entlassen werden für diese "Diagnose "!!! Jetzt ist der Attentäter wieder in dieser Klinik. Wird als schuldunfähig beurteilt werden und bekommt Therapie,Kost und Logis auf Kosten der Steuerzahler Härtere Strafen sind nötig,im Schnellverfahren ausschalten und in der Türkei ins Gefängnis kommen. Was mich unsicher macht dass niemand weiss wieviel radikalisierte Täter es noch gibt.Hört doch auf mit der Kuscheljustiz,wenn nichts geändert wird passiert irgendwann wieder was,das ist sicher leider...

    User #1386 (nicht angemeldet)

    Die einzig richtige Konsequenz: Einbürgerung entziehen, Pass wegnehmen, Ausschaffung zurück in sein Ursprungsland mit zwanzigjähriger Einreisesperre. Aber was tun unsere Sozialdienste? Verhätscheln in der Klinik, gutes Essen, TV im schön eingerichteten Zimmer, seelische Betreuung und das Umsorgtwerden wechseln ab mit sportlichen Tätigkeiten, evtl Boxtraining zum Aggressionsabbau usw.

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