Listerienfunde in Lebensmitteln haben nichts mit Hitze zu tun
In Lebensmitteln von Coop, Migros und Denner wurden Listerien gefunden. Mit der Hitze hat dies aber offenbar nichts zu tun.

Das Wichtigste in Kürze
- Kürzlich konnten in mehreren Lebensmitteln Listerien nachgewiesen werden.
- Laut dem Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen hat dies jedoch nichts mit der Hitze zu tun.
- Alle betroffenen Produkte wurden aus dem Verkauf genommen und zurückgerufen
Nach Listerien in Räucherlachs von Coop und Migros sind die gesundheitsgefährdenden Bakterien auch in einem Sandwich von Denner nachgewiesen worden. Einen Zusammenhang mit der jüngsten Hitzewelle schliessen die Behörden aber aus.
Die Bakterien seien im Rahmen der Selbstkontrollen der Unternehmen und der kantonalen Lebensmittelkontrollen entdeckt worden. Das teilte das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) am Dienstag mit.
Mit den aktuell hohen Temperaturen hätten die Funde nichts zu tun. Vielmehr zeigten die Funde, dass das Kontrollsystem funktioniere. Dass die Fälle zeitlich zusammenfielen, sei Zufall.
Alle Produkte zurückgerufen
Beim Sandwich von Denner handelt es sich um das Produkt «Tramezzino Stellato Kebab Pomodoro, Cipolla». Es hat die Lot-Nummer D-176-F mit Verbrauchsdatum 30.07.2026.

Kürzlich hatte das BLV ausserdem vor dem Verzehr von «Migros Rauchlachs-Anschnitte» und «Coop Prix Garantie Rauchlachsstreifen» in je 180-Gramm-Packungen gewarnt.
Alle betroffenen Produkte wurden aus dem Verkauf genommen und zurückgerufen.
Schwangere und Senioren besonders gefährdet
Eine Gesundheitsgefährdung könne nicht ausgeschlossen werden, so das BLV. Betroffen seien ausschliesslich die Lebensmittel mit den im Rückruf angegebenen Artikelnummern und Verbrauchsdaten, hiess es weiter.
Listerien können die Infektionskrankheit Listeriose auslösen. Besonders gefährdet sind Menschen mit geschwächtem Immunsystem, Schwangere, Neugeborene und ältere Personen.
Während eine Infektion bei gesunden Menschen häufig mild oder symptomlos verläuft, kann sie bei Risikogruppen schwer und gar tödlich enden.












