Zu wenig drin: Migros gibt nach Zmorge-Frust Entwarnung
So ein Quark: Eine Kundin ärgert sich darüber, dass in einem Skyr statt der 170 Gramm nur 140 Gramm drin sind. Die Migros reagiert.

Das Wichtigste in Kürze
- Eine Kundin misst im Migros-Skyr nur 140 statt 170 Gramm.
- Die Migros spricht von einem Einzelfall und prüft ihn.
- Der Kundendienst entschädigt betroffene Kunden unkompliziert.
«Migros, ist das euer Ernst?» Eine Kundin staunt nicht schlecht, als ihr Zmorge plötzlich kleiner ausfällt als sonst.
Ein Skyr-Quark des Grossverteilers mit Mokka-Geschmack verspricht eigentlich 170 Gramm Genuss. Doch in der Verpackung befindet sich verdächtig viel Luft.
Auf einer bekannten Social-Media-Plattform schreibt die Kundin: «Als ich den Deckel in den Mülleimer werfe und mein Blick zurück zum Becher wandert, werde ich misstrauisch.»
Kundin witzelt: «So bleibe ich schlank»
«Wer hat mir dieses Zwergenfrühstück verordnet?», wundert sie sich humorvoll. Ihr Hund oder ein Einbrecher könne es nicht gewesen sein.
Die Waage liefert dann den Beweis: Statt der 170 Gramm gibt's zum Zmorge nur 140 Gramm Skyr. Und das zum vollen Preis.
«Danke, Migros. So bleibe ich schlank», so das Fazit.
Die Kundin will sich auf Anfrage nicht weiter zum Thema äussern. Ihr Foto will sie nicht zur Verfügung stellen.
Mengenangabe muss stimmen
In der Schweiz ist es grundsätzlich nicht erlaubt, Produkte mit weniger Inhalt zu füllen als auf der Verpackung angegeben.
Die Verordnung über die Mengenangabe im Offenverkauf und auf Fertigpackungen regelt dies. Dort heisst es: «Die Mengenangabe muss genau sein.»
Erlaubt sind nur geringfügige Abweichungen – etwa durch unvermeidbare Schwankungen beim Abfüllen, Messen oder durch Einflüsse wie Temperatur. Erlaubt ist aber nur ein kleiner Spielraum, kein verstecktes Schrumpfen der Packung.
Migros prüft Zmorge-Frust
Also hakt Nau.ch bei der Migros nach. Die Antwort lässt aufatmen: Dass das Zmorge nicht sättigend ist, ist offenbar ein Einzelfall.
«Wir bedauern den geschilderten Fall und prüfen ihn», schreibt Migros-Sprecher Tobias Ochsenbein. «Aktuell liegen uns keine Hinweise auf ein systematisches Problem vor.»
Kundinnen und Kunden könnten sich in solchen Fällen beim Kundendienst melden. Ochsenbein verspricht: «Sie werden unkompliziert entschädigt.»















