Bakterien

    Legionellen: Wie gefährlich sind die Bakterien wirklich?

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Bern,

    Infolge eines Legionellenausbruchs im Raum Basel sind innert zwei Wochen 26 Personen erkrankt, eine davon verstarb. Aber was sind Legionellen genau? Und wie gefährlich sind sie? Die wichtigsten Fragen und Antworten:

    wasserhahn und wasser
    Legionellen sind Umweltbakterien, die natürlicherweise im Wasser vorkommen. (Symbolbild) - Depositphotos

    Legionellen sind Umweltbakterien, die natürlicherweise im Wasser vorkommen. In geringen Mengen im Grund- oder Oberflächenwasser sind sie völlig harmlos. Gefährlich werden sie erst, wenn sie sich in künstlichen Wassersystemen stark vermehren und vom Menschen eingeatmet werden.

    Die Ansteckung erfolgt nicht durch das Trinken von legionellenhaltigem Wasser, da die Magensäure die Erreger abtötet. Man infiziert sich durch das Einatmen von feinsten Wassertröpfchen (Aerosolen). Solche Aerosole können zum Beispiel beim Duschen entstehen, durch Luftbefeuchter, Klimaalagen, Autowaschanlagen oder in unmittelbarer Nähe zu Kühltürmen. Auch in Schwimmbädern ist über Wasserfälle, Rutschen, Whirlpools und Fontänen eine Übertragung möglich. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch kommt laut dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) äusserst selten vor.

    Es gibt zwei Krankheitsbilder. Die schwere Form ist die Legionärskrankheit, bei der sich zwei bis zehn Tage nach der Ansteckung Fieber, Husten, Muskel- und Kopfschmerzen entwickeln, die zu einer schweren Lungenentzündung führen können. Trotz Behandlung mit Antibiotika sterben 5 bis 10 Prozent der Erkrankten.

    Die milde Form, das Pontiac-Fieber, äussert sich durch grippeähnliche Symptome und heilt in der Regel nach wenigen Tagen von selbst aus.

    Das Risiko für eine Erkrankung steigt mit dem Alter. Männer sind deutlich häufiger betroffen als Frauen. Besonders anfällig sind zudem Personen, die rauchen oder eine geschwächte Immunabwehr haben.

    Seit dem Jahr 2001 steigt laut dem BAG die Anzahl an Meldungen von Legionärskrankheit in der Schweiz an. Im Jahr 2025 wurden dem BAG insgesamt 529 wahrscheinliche und sichere Fälle von Legionärskrankheit gemeldet.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    User #3926 (nicht angemeldet)

    Ja, ja, die alten Römer, hätten sie nur nicht soviele Legionäre durch Europa geschickt.

    User #3892 (nicht angemeldet)

    Wer hat die Legionellen reingelassen?

    Weiterlesen

    Zürich
    752 Interaktionen
    Gewaltorgie
    Wille Jucker
    «Erschüttert mich»

    MEHR BAKTERIEN

    Wirtin Wallis
    25 Interaktionen
    Nagerkot, Bakterien
    Zürich
    Zürich
    therapie Mukoviszidose
    Mukoviszidose

    MEHR AUS STADT BERN

    frau schreibt Prüfung
    1 Interaktionen
    Bern
    fcz
    11 Interaktionen
    Tätlichkeit gegen YB
    Feuerpferde Tobias Sennhauser
    14 Interaktionen
    «Keine Feuerpferde»
    Tatjana Rothenbühler, Direktorin GastroBern.
    GastroBern-Direktorin