Inflation

Leben in der Schweiz ist trotz geringer Inflation teurer geworden

Elena Hatebur
Elena Hatebur

Bern,

Auf dem Papier hat sich die Teuerung beruhigt, doch im Alltag vieler Haushalte kommt diese Entlastung kaum an. Der Konsumentenindex zeigt auf, weshalb.

Inflation
Trotz niedriger Inflation müssen viele Haushalte den Spargürtel enger schnallen. (Symbolbild) - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Trotz gesunkener Inflationsrate haben sich die Preise in der Schweiz stetig erhöht.
  • In den vergangenen fünf Jahren ist der Index für Konsumentenpreise um 7 Prozent gestiegen.
  • Die grösste Sorge der Schweizer Bevölkerung bleibt der Bereich «Wohnen und Energie».

Wer beim Einkauf durch die Regale streift, die nächste Mietrechnung öffnet oder das Jahres-Budget aufsetzt, dem fällt auf: Billiger geworden ist wenig.

Zwar ist die Inflationsrate in der Schweiz zuletzt deutlich gesunken, 2025 lag sie nur bei 0,2 Prozent. Doch im Alltag kommt diese Entlastung kaum an.

Dafür verantwortlich ist der Landesindex für Konsumentenpreise, wie SRF berichtet. Die Zahlen des Bundesamt für Statistik (BFS) zeigen: Der Index ist in den vergangenen fünf Jahren unaufhörlich um sieben Prozente nach oben geklettert.

Preise, die sich festgesetzt haben

Die Teuerung, also der anhaltende Anstieg der Preise für Waren und Dienstleistungen, mag sich zwar verlangsamt haben.

Doch die Preise sind auf einem höheren Niveau stehen geblieben und seither kaum gesunken. Das sorgt dafür, dass viele Haushalte den Spargürtel enger schnallen müssen.

Vor allem bei den grossen Fixkosten zeigt sich das deutlich. Die eigene Wohnung, die Krankenkassenprämien und zahlreiche Dienstleistungen belasten die Haushalte weiterhin. Auch bei den Lebensmitteln ist das frühere Preisniveau nicht zurückgekehrt.

Dasselbe gilt auch für Freizeitaktivitäten wie Restaurants, Hotels oder Kulturelles.

Während der Corona-Pandemie hatten viele Unternehmen Mühe, sich über Wasser zu erhalten. Aufgrund der pandemiebedingten Einbussen mussten deshalb vielerorts die Preise erhöht werden.

Das Sorgenkind: die eigene Wohnung

Das Sorgenkind der Schweizer Bevölkerung bleibt der Bereich «Wohnen und Energie». 15 Prozent teurer ist der Bereich in den vergangenen fünf Jahren geworden.

Das trübt jedoch nicht nur die Stimmung bei den Mietenden, sondern auch die der Hauseigentümerinnen und -eigentümer.

Die geopolitische Lage hat mitunter dafür gesorgt, dass die Preise für Strom, Heizöl und Gas massiv gestiegen sind. Die Teuerung hat sich um 47 Prozent erhöht.

Lohnerhöhungen kompensieren Teuerung nur teilweise

Zwar sind die Löhne in der Schweiz zuletzt gestiegen und haben einen Teil dieses markanten Preisanstiegs abgefedert. Um gut sieben Prozent haben sich die Normallöhne in den vergangenen fünf Jahren erhöht, wie eine Statistik der UBS aufzeigt.

Hast du das Gefühl, dass alles teurer geworden ist?

Doch der Ausgleich wirkt nicht überall gleich. Wer nur ein geringes Einkommen hat, spürt die höheren Preise stärker. Dazu kommt eine beträchtliche Menge von 30 Prozent der Bevölkerung über 15 Jahren, die nicht oder noch nicht erwerbstätig ist.

Dasselbe gilt für Pensionierte, die nur leicht erhöhte AHV-Beiträge erhalten. Deshalb bleibt für viele der Eindruck bestehen, dass der finanzielle Spielraum trotz Lohnerhöhungen enger geworden ist.

Kommentare

User #5153 (nicht angemeldet)

Kostenoptimieren für Rentner „ einkaufen im Ausland, Auslandaufenthalte z. B Wohnen halbes Jahr im Ausland verbringen. Autoverzicht, dafür fliegen nach Südost Asien. RENTE reicht völlig! Ruhe ohne Ärger.

User #2238 (nicht angemeldet)

Von was ernährt sich Brian Keller? Ist der immer noch auf der Lohnliste vom Sozialamt?

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