Lausanne feiert seinen berühmten Spross Félix Vallotton

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Lausanne,

Die Retrospektive «Vallotton Forever» im Musée cantonal des Beaux-Arts in Lausanne zeigt das Werk des Schweizer Künstlers anlässlich seines 100. Todestags.

Félix Vallotton
Félix Vallottons Gemälde «Le repos des modèles». (Archivbild) - keystone

«Vallotton Forever» lautet der Titel der grossen Retrospektive zum Werk des berühmten Schweizer Künstlers im Musée cantonal des Beaux-Arts in Lausanne. Es ist der Höhepunkt von mehreren Ausstellungen im 100. Todesjahr des Malers.

Die Ausstellung, die am Standort Platefome 10 zu sehen ist, zeigt auf fast 1400 Quadratmetern den Werdegang eines vielseitigen Künstlers – Valloton war Maler, Grafiker, Illustrator und Pressezeichner.

Beim Oeuvre von Félix Vallotton (1865-1925) denkt man rasch an die malerische Darstellung von Frauen und in diesem Zusammenhang natürlich an die berühmten Akte.

Vallottons «La Blanche et la Noire»: Aufklärung durch Kunst

Allen voran an das Gemälde «La Blanche et la Noire» von 1913, in dem er nicht minder bekannte Meisterwerke von Ingres und Manet in eine aufklärerische neue Zeit überführte: Aus der schwarzen Sklavin oder Magd wurde bei Vallotton die Geliebte der nackt auf dem Bett liegenden weissen Frau.

Die Leihgabe aus der Sammlung des Kunst Museum Winterthur ist eines von über 250 Gemälden, Zeichnungen und Druckgrafiken, die im Musée cantonal des Beaux-Arts in Lausanne zu sehen sind – in der grössten Retrospektive, die Vallotton je ausgerichtet wurde, wie das Museum schreibt.

Das MCBA bewahrt in seinen Depots die grösste Sammlung des Künstlers auf. «160 Jahre nach seiner Geburt und zum 100. Todestag war es höchste Zeit, ihn in seine Geburtsstadt zurückzubringen», erklärte die Chefkonservatorin des MCBA, Catherine Lepdor. Sie fügte hinzu: «Es war auch wichtig, dank der Forschungen der Vallotton-Stiftung eine neue Sicht auf den Werdegang des Künstlers und seine Karriere zu bieten».

Vallotton: Meister klassischer Genres und brillanter Techniker

Zu sehen sind neben den berühmten Akt-Bildern, seine Porträts, Landschafts- und Interieur-Malereien, Stillleben sowie Historien-Gemälde, eigentlich traditionellen Genres, die er aber im eigenen Stil weiterentwickelte und festigte. Hierbei ragt Vallotton vor allem als brillanter Techniker heraus und weniger als Avantgardist.

Zwar gehörte er ab 1893 der rebellischen postimpressionistischen Gruppe der Nabis an, konzentrierte sich aber zunehmend auf den künstlerischen Dialog mit den Meistern der Vergangenheit und entsprechend mit der symbolistischen und realistischen Malerei. Von 1905 bis zu seinem Tod arbeitete er fernab aller modernistischen Tendenzen.

Neben der Retrospektive «Vallotton Forever» wirft das Musée cantonal des Beaux-Arts in einer Parallelausstellung mit dem Titel «Vallotton im Atelier» einen vertieften Blick auf die Arbeitsweise des Künstlers. Das 100. Todesjahr nahmen bereits andere Schweizer Museen, wie das Kunst Museum Winterthur oder das Musée Jenisch Vevey, zum Anlass einer Würdigung des Künstlers. «Vallotton Forever» ist vom 24. Oktober bis 15. Februar in Lausanne zu sehen.

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