Granit Xhaka: So berichten britische Medien über seine Impf-Lüge
Die Impf-Beichte von Granit Xhaka ist auch in den englischen Medien ein Thema, da er 2022 bei Arsenal spielte und mittlerweile Captain von Sunderland ist.

Das Wichtigste in Kürze
- Englische Medien berichten breit über Xhakas Impf-Geständnis.
- Mehrere Portale erwähnen eine mögliche Haftstrafe von bis zu fünf Jahren.
- Xhakas Premier-League-Arbeitgeber Sunderland wollte sich nicht zu dem Fall äussern.
Der «Fall Xhaka» beschäftigt längst nicht mehr nur die Schweizer Medienlandschaft. Auch in England, wo Granit Xhaka als Captain von Sunderland amtet, wird ausführlich über die Impf-Affäre berichtet.
Übereinstimmend berichten die Portale über Xhakas Rückzug aus dem Nati-Aufgebot, die Ermittlungen der Luzerner Staatsanwaltschaft sowie sein öffentliches Geständnis. Sie setzen dabei aber unterschiedliche Akzente.
Reisserische Schlagzeilen von «Daily Mail» und «The Sun»
«Daily Mail» und «The Sun» wählen die reisserischsten Schlagzeilen und stellen die drohende Haftstrafe in den Vordergrund. So titelt etwa die «Daily Mail: «Sunderland-Captain Granit Xhaka gesteht Covid-Impf-Betrug aus Arsenal-Zeit – ihm droht KNAST, und er fliegt aus dem Schweizer Nati-Kader.»

Ähnlich klingt es bei «The Sun»: «XHAKA-SCHOCK – Granit Xhaka droht Gefängnis wegen gefälschtem Covid-Impfzertifikat – Sunderland-Star liefert kriecherische Entschuldigung.»
Die «Daily Mail» gräbt zusätzlich einen älteren Fall aus: 2023 sei gegen Xhaka wegen einer verdächtigen Gelbe-Karten-Wette – eine Einzelwette in der Höhe von 52'000 Pfund – ermittelt worden. Es wird betont, dass das Verfahren aber mangels Beweisen eingestellt worden sei.

Guardian hat bei Sunderland direkt nachgefragt
Der «Guardian» liefert ein Detail, das sonst kaum auftaucht: Die Zeitung schreibt, sie habe bei Sunderland direkt nachgefragt. Der Klub habe eine Stellungnahme mit Verweis darauf abgelehnt, dass Xhaka zur fraglichen Zeit noch bei Arsenal gespielt habe.
Zudem ordnet der «Guardian» das Strafmass ein: Eine Gefängnisstrafe von bis zu fünf Jahren sei zwar theoretisch möglich, gelte unter Experten aber als «äusserst unwahrscheinlich».

Eine Sperre durch den CH-Fussballverband, die dieser über die Fifa auch weltweit durchsetzen könnte, hält das Blatt für ein kaum realistisches Szenario.
BBC bleibt sachlich
Die «BBC» bleibt vergleichsweise sachlich und zieht eine historische Parallele: Der Sender erinnert an Patrick Fischer. Der Ex-Schweizer-Eishockey-Nati-Trainer wurde bekanntlich 2023 wegen eines gefälschten Covid-Zertifikats verurteilt.
Dafür musste er zunächst eine Busse von 38'000 Franken bezahlen. Als die Verurteilung bekannt wurde, folgte dann die Entlassung vom Schweizer Verband und später eine vierjährige Sperre durch den Weltverband.

Ausserdem hat die «BBC» auch Sunderland-Trainer Régis Le Bris auf den «Xhaka-Fall» angesprochen. Dieser wolle sich am Sonntag nach der Niederlage bei Manchester City jedoch nicht dazu äussern: «Es ist nicht mein Bereich, über solche Probleme zu sprechen. Mein Bereich ist der Fussball.»
















