Granit Xhaka

    Granit Xhaka: So berichten britische Medien über seine Impf-Lüge

    Simon Binz
    Simon Binz

    Grossbritannien,

    Die Impf-Beichte von Granit Xhaka ist auch in den englischen Medien ein Thema, da er 2022 bei Arsenal spielte und mittlerweile Captain von Sunderland ist.

    Granit Xhaka
    Granit Xhaka sorgt mit seiner Impf-Lüge auch in England für Aufsehen. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Englische Medien berichten breit über Xhakas Impf-Geständnis.
    • Mehrere Portale erwähnen eine mögliche Haftstrafe von bis zu fünf Jahren.
    • Xhakas Premier-League-Arbeitgeber Sunderland wollte sich nicht zu dem Fall äussern.

    Der «Fall Xhaka» beschäftigt längst nicht mehr nur die Schweizer Medienlandschaft. Auch in England, wo Granit Xhaka als Captain von Sunderland amtet, wird ausführlich über die Impf-Affäre berichtet.

    Wie soll der SFV mit Granit Xhaka umgehen?

    Übereinstimmend berichten die Portale über Xhakas Rückzug aus dem Nati-Aufgebot, die Ermittlungen der Luzerner Staatsanwaltschaft sowie sein öffentliches Geständnis. Sie setzen dabei aber unterschiedliche Akzente.

    Reisserische Schlagzeilen von «Daily Mail» und «The Sun»

    «Daily Mail» und «The Sun» wählen die reisserischsten Schlagzeilen und stellen die drohende Haftstrafe in den Vordergrund. So titelt etwa die «Daily Mail: «Sunderland-Captain Granit Xhaka gesteht Covid-Impf-Betrug aus Arsenal-Zeit – ihm droht KNAST, und er fliegt aus dem Schweizer Nati-Kader.»

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    «The Sun» schreibt boulevardesk und zugespitzt – mit Grossbuchstaben-Titel («XHAKA SHOCK»), reisserischer Wortwahl («grovelling apology») und Fokus auf das Strafmass. - Screenshot

    Ähnlich klingt es bei «The Sun»: «XHAKA-SCHOCK – Granit Xhaka droht Gefängnis wegen gefälschtem Covid-Impfzertifikat – Sunderland-Star liefert kriecherische Entschuldigung.»

    Die «Daily Mail» gräbt zusätzlich einen älteren Fall aus: 2023 sei gegen Xhaka wegen einer verdächtigen Gelbe-Karten-Wette – eine Einzelwette in der Höhe von 52'000 Pfund – ermittelt worden. Es wird betont, dass das Verfahren aber mangels Beweisen eingestellt worden sei.

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    «Daily Mail» schreibt reisserisch und ausschmückend – mit dramatischer Schlagzeile («could face JAIL»), Fokus auf mögliche Konsequenzen sowie einem Rückgriff auf einen früheren Wettskandal um Xhaka. - Screenshot

    Guardian hat bei Sunderland direkt nachgefragt

    Der «Guardian» liefert ein Detail, das sonst kaum auftaucht: Die Zeitung schreibt, sie habe bei Sunderland direkt nachgefragt. Der Klub habe eine Stellungnahme mit Verweis darauf abgelehnt, dass Xhaka zur fraglichen Zeit noch bei Arsenal gespielt habe.

    Zudem ordnet der «Guardian» das Strafmass ein: Eine Gefängnisstrafe von bis zu fünf Jahren sei zwar theoretisch möglich, gelte unter Experten aber als «äusserst unwahrscheinlich».

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    «The Guardian» schreibt sachlich und ordnet ein – mit Fokus auf das Strafverfahren, das Sunderland-Statement direkt gegenüber der Zeitung sowie der Einschätzung, dass eine Haftstrafe «äusserst unwahrscheinlich» sei. - Screenshot

    Eine Sperre durch den CH-Fussballverband, die dieser über die Fifa auch weltweit durchsetzen könnte, hält das Blatt für ein kaum realistisches Szenario.

    BBC bleibt sachlich

    Die «BBC» bleibt vergleichsweise sachlich und zieht eine historische Parallele: Der Sender erinnert an Patrick Fischer. Der Ex-Schweizer-Eishockey-Nati-Trainer wurde bekanntlich 2023 wegen eines gefälschten Covid-Zertifikats verurteilt.

    Dafür musste er zunächst eine Busse von 38'000 Franken bezahlen. Als die Verurteilung bekannt wurde, folgte dann die Entlassung vom Schweizer Verband und später eine vierjährige Sperre durch den Weltverband.

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    «BBC» schreibt neutral und einordnend – mit dem historischen Vergleich zum verurteilten Eishockey-Coach Patrick Fischer und einem knappen Zitat von Sunderland-Trainer Régis Le Bris, der sich nicht äussern wollte. - Screenshot

    Ausserdem hat die «BBC» auch Sunderland-Trainer Régis Le Bris auf den «Xhaka-Fall» angesprochen. Dieser wolle sich am Sonntag nach der Niederlage bei Manchester City jedoch nicht dazu äussern: «Es ist nicht mein Bereich, über solche Probleme zu sprechen. Mein Bereich ist der Fussball.»

    Kommentare

    User #1447 (nicht angemeldet)

    Ich weiss gar nicht was so tragisch sein soll, wenn er nicht mehr für die Nati spielen würde, denn er war der wahre Rückpass-König und so einen Nachfolger zu finden wird doch äusserst schwierig werden!

    User #2770 (nicht angemeldet)

    Meine Güte, lasst doch den armen Kerl endlich in Ruhe. Ist doch alles schon verjährt. Der ist schon genug bestraft durch seine panische Angst vor dem Picks. Wenn schon, dann hackt auf den Krisengewinnler, der ihm das Zertifikat teuer verkauft hat, ein. Hauptsache ist doch, das er trotzdem ein guter Fussballer ist. Das sagt hier jemand, der keine Angst vor der Impfung hatte, aber für die Angst anderer Verständnis aufbringen kann.

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