Juso-Chefin: Haben Demo schon vor Frankreich-Protesten geplant
Am 20. November wollen Jugendliche in der Schweiz demonstrieren. Juso-Präsidentin Mirjam Hostetmann betont, dass die Kundgebungen friedlich verlaufen sollen.

Das Wichtigste in Kürze
- Am 20. November wollen Jugendliche in der Schweiz auf die Strasse gehen.
- Laut Juso-Präsidentin Mirjam Hostetmann war die Demo schon vor den heftigen Prostesten in Frankreich und anderen Ländern geplant.
- Sie betont, dass die Demonstrationen friedlich verlaufen sollen.
- Inhaltlich richtet sich der Protest gegen Kürzungen bei der sozialen Sicherheit und höhere Militär-Ausgaben.
Am 20. November wollen Jugendliche in der Schweiz demonstrieren. Nach den jüngsten Ausschreitungen bei Jugendprotesten in Europa und in Zürich wächst die Sorge vor erneuten Krawallen.
Juso-Präsidentin Mirjam Hostetmann weist diese Bedenken jetzt zurück.
«Wir haben immer friedliche Demos veranstaltet. Das wird auch so bleiben», sagt sie im Interview mit der «NZZ».

Die Idee für den Jugendstreik sei bereits Anfang Jahr entstanden. Die Vorbereitungen hätten im Sommer begonnen – lange vor den jüngsten Protesten in Frankreich.
Die Gespräche mit der Polizei seien im Gang, die Kundgebungen sollten bewilligt werden. «Wer dann an diesem Tag auf die Strasse geht, können wir nicht beeinflussen», sagt Hostetmann. Von den Ausschreitungen in Zürich distanziert sie sich.
Kritik an Sozialkürzungen und Aufrüstung
Hostetmann will den Fokus jedoch nicht nur auf mögliche Ausschreitungen legen. Beim Jugendstreik gehe es nicht um die Schulen.
Vielmehr kritisiere die Juso, dass die Schweiz Gelder bei der sozialen Sicherheit streiche und gleichzeitig Milliarden in die Armee investiere.
«Mehr Waffen sorgen nicht für mehr Frieden. Im Gegenteil», sagt Hostetmann. Statt sich militärisch stärker zu engagieren, solle die Schweiz ihre humanitäre Tradition pflegen und ihre Guten Dienste anbieten.
Junge fühlen sich nicht gehört
Die Juso-Präsidentin sieht zudem eine wachsende Unzufriedenheit unter jungen Menschen. Viele hätten das Gefühl, politisch wenig bewirken zu können. «Es hat sich ein Gefühl der Ohnmacht eingeschlichen», sagt sie.
Auch das Wohlstandsversprechen sei für die Generation Z nicht mehr selbstverständlich. Die Löhne stagnierten, während die Lebenshaltungskosten stiegen. Hinzu komme die Klimakrise.
Der Jugendstreik soll deshalb auch ein Zeichen dafür sein, dass junge Menschen ihre Anliegen öffentlich vertreten wollen. Hostetmann bezeichnet Demonstrationen als einen Grundpfeiler der Demokratie.



















