SMI Index – Schweizer Börse startet mit Verlusten
Der SMI Index eröffnet den Freitagshandel deutlich schwächer. Internationale Börsenturbulenzen und Sorgen um den KI-Sektor belasten Schweizer Aktien.

Der Schweizer Aktienmarkt ist am Freitag, 6. November 2026, mit deutlichen Verlusten gestartet. Der Swiss Market Index (SMI) geriet bereits zum Handelsauftakt unter erheblichen Verkaufsdruck.
Laut der «finanzen.net» notierte der SMI um 09:10 Uhr bei 14'723,71 Punkten. Das entsprach einem Rückgang von 1,63 Prozent gegenüber dem Vortagesschluss bei 14'967,73 Punkten.
Eine etwas andere Momentaufnahme veröffentlichte «MarketScreener» um 09:31 Uhr. Demnach lag der Index gegen 09:15 Uhr bei 14'740,96 Punkten und damit 1,51 Prozent im Minus.
SMI Index unter Druck durch internationale Börsenturbulenzen
Als wesentliche Belastungsfaktoren nennt «MarketScreener» die schwachen Vorgaben aus den USA und Asien. Besonders Technologie- und Halbleiteraktien standen nach erheblichen Kursverlusten unter Verkaufsdruck.
Hinter der Verunsicherung stehen Sorgen über mögliche strengere KI-Regulierungen in den Vereinigten Staaten. Nach den Zwischenwahlerfolgen der Demokraten befürchten Investoren zusätzliche Einschränkungen für Rechenzentren und milliardenschwere Infrastrukturinvestitionen.

Wie die «Cash» berichtet, verlor der Nasdaq 100 am Donnerstag 6,36 Prozent. Der S&P 500 gab 4,36 Prozent nach, während der Dow Jones Industrial 3,44 Prozent schwächer schloss.
Verkaufswelle in Asien belastet Schweizer Aktien – Swiss Re schwach
Auch an den asiatischen Börsen setzte sich die Verkaufswelle fort. Der japanische Nikkei 225 verlor sechs Prozent, während Technologiewerte in Südkorea ebenfalls erhebliche Abschläge verzeichneten.
Besonders schwach entwickelten sich mehrere Schweizer Blue Chips. Laut «finanzen.net» führte Swiss Re mit einem Minus von 2,51 Prozent die Verliererliste innerhalb des SMI an.
Galderma verlor 2,31 Prozent, Lonza gab 2,29 Prozent nach. Auch Sandoz und Sika verzeichneten mit Abschlägen von 2,22 beziehungsweise 2,15 Prozent deutliche Verluste.
SMI-Verluste weiten sich aus
Vergleichsweise stabil präsentierten sich Logitech mit minus 0,32 Prozent. UBS verlor 0,40 Prozent, während Amrize und Partners Group ebenfalls geringere Abschläge verzeichneten.
Im weiteren Vormittagshandel verschärfte sich die Situation. Die «Cash» meldete gegen 11:30 Uhr einen Rückgang des SMI um 2,2 Prozent auf 14'638,97 Punkte.
Zusätzlichen Verkaufsdruck gab es bei einzelnen Unternehmen durch negative Analysteneinschätzungen. Besonders Swiss Re stand wegen des Ergebnisausblicks und der Vertragserneuerungen im Fokus.
Swiss Re unter Analystendruck – Medacta mit Gewinnwarnung
Der «Cash» zufolge bestätigten UBS-Analysten ihre Verkaufsempfehlung für den Rückversicherungskonzern. Das Kursziel blieb bei 115 Franken.
Auch ausserhalb des SMI kam es zu erheblichen Kursbewegungen. Medacta verlor zeitweise rund zehn Prozent, nachdem das Unternehmen eine Gewinnwarnung für das laufende Geschäftsjahr veröffentlicht hatte.
Bei Kühne+Nagel und Sonova sorgten Rating-Senkungen zusätzlich für negative Impulse. Gleichzeitig hielten sich einzelne Technologieunternehmen wie AMS Osram und Huber+Suhner vergleichsweise gut.
SMI Index weiterhin mit positivem Jahresergebnis
Trotz der aktuellen Verluste weist der Schweizer Leitindex auf Jahressicht weiterhin eine positive Entwicklung auf. Laut «finanzen» lag der SMI seit Jahresbeginn 2026 vor dem Freitagshandel 11,14 Prozent im Plus.
Das bisherige Jahreshoch erreichte der Index bei 15'092,56 Punkten. Das Jahrestief lag hingegen bei 12'053,51 Punkten.

Am Freitagnachmittag richtete sich die Aufmerksamkeit der Anleger zusätzlich auf die amerikanischen Arbeitsmarktdaten. Diese gelten als wichtiger Einflussfaktor für die weitere Geldpolitik der US-Notenbank Federal Reserve.











