Ein Drittel der Bevölkerung fühlt sich durch als «anders» empfundene Menschen gestört, ein Fünftel speziell durch Muslime und Musliminnen.
Nicht überall ist das Zusammenwirken von Angehörigen verschiedener Herkunft so harmonisch wie in dieser Küche: Ein Drittel der Schweizer Wohnbevölkerung fühlt sich von Angehörigen fremder Kulturen «gestört». Das hat sich seit 2018 kaum gebessert. Gewalt gegen Fremde nimmt sogar zu (Symbolbild).
Nicht überall ist das Zusammenwirken von Angehörigen verschiedener Herkunft so harmonisch wie in dieser Küche: Ein Drittel der Schweizer Wohnbevölkerung fühlt sich von Angehörigen fremder Kulturen «gestört». Das hat sich seit 2018 kaum gebessert. Gewalt gegen Fremde nimmt sogar zu (Symbolbild). - sda - Keystone/OBS/SCHWEIZERISCHES ROTES KREUZ/

Das Wichtigste in Kürze

  • Jeder dritte fühlt sich laut einer Umfrage von «anderen» Menschen gestört.
  • Dennoch ist die Toleranz gegenüber fremden Kulturen leicht gestiegen.
  • Eine Zunahme gab es bei den Gewalt-Delikten gegen Fremde dennoch.

Ein Drittel der Bevölkerung fühlt sich durch als «anders» empfundene Menschen gestört, ein Fünftel speziell durch Muslime und Musliminnen. Gegenüber der letzten Umfrage von 2018 zum Thema ist die Toleranz leicht gestiegen, Gewalt gegen Fremde hat zugenommen.

58 Prozent betrachten Rassismus als wichtiges gesellschaftliche Problem, das liegt ein Prozentpunkt unter der letzten Befragung. 64 Prozent sind der Ansicht, die Integration von Migrantinnen und Migranten funktioniere gut. Das liegt neun Prozentpunkte über dem Ergebnis der letzten Befragung zum interkulturellen Zusammenleben in der Schweiz.

Mehr Diskriminierung erfahren

Die Praxis spricht im Gegensatz zu den Einstellungen eine andere Sprache. Demnach nehmen Diskriminierungserfahrungen zu: Seit 2016 ist der Anteil der Bevölkerung, der Diskriminierung oder Gewalt erfahren hat von 27 auf 32 Prozent gestiegen.

Die meisten Opfer geben ihre Nationalität als Ursache an, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Donnerstag mitteilte. Am häufigsten wird Diskriminierung auf der Arbeit erlebt, doch auch im öffentlichen Raum kommt sie vor.

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