In Zukunft sollen Schweizer Bildungsprogramme mehr gefördert werden. Der Fokus soll dabei weniger auf der EU liegen.
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Studenten in einem Hörsaal. - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Gesetz zur Internationalisierung des Schweizer Bildungssystems wurde überarbeitet.
  • Nun soll nicht mehr die EU, sondern auch Projekte in der Schweiz im Fokus stehen.
  • Davon profitieren sollen vor allem Schüler und Studierende, aber auch Lernende.

Internationale Austauschprogramme für Studierende, Schüler und Berufsleute werden künftig nicht mehr so stark auf die EU fokussiert sein. Das soll etwa Schülerinnen und Schülern, Hochschulstudierenden, aber auch Lernenden in der Berufsbildung zugutekommen.

Der Bundesrat hat am Mittwoch das Gesetz über die internationale Zusammenarbeit und Mobilität in der Bildung und die dazugehörige Verordnung auf den 1. April 2022 in Kraft gesetzt. Er beendet damit die vollständige Überarbeitung der Rechtsgrundlagen zur Förderung der Internationalisierung des Schweizer Bildungssystems.

Schweiz rückt weiter in den Fokus

Das heisst, dass künftig neben der Assoziierung an internationale Förderprogramme gleichwertig auch Schweizer Programme umgesetzt und gefördert werden sollen. Neue Fördertatbestände werden mit dem revidierten Gesetz nicht geschaffen. In der Vernehmlassung sind die Ausführungsbestimmungen laut dem Bundesrat auf breite Akzeptanz gestossen.

Die Verordnung deckt künftig die folgenden Beitragsarten ab: vom Bund initiierte nationale Programme, sofern die Schweiz nicht an ein internationales Programm wie zum Beispiel Erasmus plus assoziiert ist, sowie ergänzende Projekte und Aktivitäten mit bildungspolitischem Mehrwert für die Schweiz.

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Auch Stipendien für herausragende Ausbildungen sind in der neuen Verordnung vertreten. (Archivbild) - sda - Keystone/GAETAN BALLY

Die Verordnung regelt weiter Stipendien für herausragende Ausbildungen am Collège d’Europe in Brügge (Belgien) und Natolin (Polen) und am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz. Auch betrifft sie Begleitmassnahmen und Beiträge zum Betrieb und zum Unterhalt des Schweizer Hauses in der Cité Internationale Universitaire de Paris.

Die Schweiz gilt seit der Annahme der Masseneinwanderungsinitiative als Drittstaat und etablierte eine Übergangslösung, damit Schweizer Studierende und Berufsleute weiterhin Auslandssemester absolvieren können. Zurzeit ist Movetia die Agentur für Austausch und Mobilität; sie wird getragen von der Schweizerischen Stiftung für die Förderung von Austausch und Mobilität.

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