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    Ikea-«Fleisch»-Lolli ist «komplett vegan» – SVP-Nationalrat hässig

    Rowena Goebel
    Rowena Goebel

    Soyhières,

    Ikea lanciert einen Lollipop mit Fleischbällchen-Geschmack. Er ist trotz Fleisch-Föteli auf der Verpackung «komplett vegan». Das sorgt für Kritik.

    Ikea
    Köttbullar gibt es bald auch zum Schlecken – aber in vegan. - zVg

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ikea verkauft bald einen Schleckstengel mit Fleischbällchen-Geschmack.
    • Das Möbelhaus bewirbt ihn mit Fleisch-Fotos und und «Fleischbällchen-Geschmack».
    • Er ist aber «komplett vegan». Das stösst SVP-Nationalrat Thomas Stettler sauer auf.

    Es hat als Aprilscherz begonnen, doch nun ist klar: Ikea macht mit seinem Fleischbällchen-Lollipop ernst. Das Produkt soll ab Juni erstmals erhältlich werden.

    Beworben wird der Schleckstengel mit Fleischbällchen-Fotos und dem Versprechen, er sei «Meatball flavoured», habe also auch Fleischbällchen-Geschmack.

    Echtes Fleisch enthält der Lolli aber nicht, wie ein Mediensprecher von Ikea zu Nau.ch sagte: «Er ist komplett vegan.»

    Und genau das sorgt nun für Kritik.

    SVP-Nationalrat: «Skandalös»

    SVP-Nationalrat Thomas Stettler stossen die Fleisch-Fotos und Fleisch-Geschmacksbezeichnung auf dem veganen Lolli sauer auf: «Ich kritisiere die Tatsache aufs Schärfste», sagt der Meister-Landwirt aus dem Jura zu Nau.ch.

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    Thomas Stettler, SVP-Nationalrat und Meister-Landwirt aus dem Kanton Jura, kritisiert die veganen Fleisch-Lollis von Ikea. - keystone

    «Tatsächlich ist es skandalös und der Konsument wird irregeführt. Zudem werden so echte Fleischprodukte vom Markt gedrängt», kritisiert er.

    Stettler engagiert sich schon lange dafür, dass Vegi-Alternativen nicht die gleichen Bezeichnungen haben dürfen wie ihre nicht-veganen Vorbilder.

    Motion fordert Gesetzesänderung für Vegi-Alternativen

    In einer Motion im Jahr 2024 forderte er eine Anpassung im Gesetz: Der Bundesrat solle die Liste der Bezeichnungen, die ausschliesslich Produkten tierischen Ursprungs vorbehalten sind, präzisieren. Anschliessend solle er diese Bezeichnungen für Produkte auf der Basis von pflanzlichen Proteinen verbieten.

    In der Motion argumentiert er: «Pflanzlicher Schinken, vegane Wurst, Quorn-Schnitzel, Hühnchen auf Erbsenbasis oder Quorn-Wurst stehen in den Regalen neben echtem Fleisch.»

    Im Netz würden solche Produkte sogar häufig in der Rubrik «Fleisch und Fisch» angeboten. «Wenn dann noch eine sorgfältig illustrierte Verpackung hinzukommt, kann dies bei den Konsumentinnen und Konsumenten Verwirrung stiften.»

    Das befürchtet er nun auch in diesem Fall – und betont: «Meine Motion zum Thema muss dringend auf die Tagesordnung, damit endlich diesen Machenschaften der Riegel geschoben wird.»

    Bundesgericht verbietet Tiernamen für Fleisch

    Das Bundesgericht hat 2025 schon entschieden, dass pflanzliche Fleischersatzprodukte nicht mit Tiernamen wie «Poulet» bezeichnet werden dürfen. Das sei irreführend.

    Die bekannte Vegi-Marke Planted reagierte kürzlich und benannte ihr «Planted Chicken» in «Planted Nature» um.

    Zuletzt sorgte auch der Fall einer veganen Milch-Alternative für Schlagzeilen, die gross mit den Worten: «this is not milk» (Deutsch: «das ist keine Milch») auf der Verpackung warb.

    Statt dem «i» in «Milch» stand auf der Packung ein weisser Tropfen. Auf der Rückseite wurde die Milch-Alternative als «Haferdrink» bezeichnet.

    Der Fall landete vor dem Bundesgericht.

    Der Entscheid: Die Verpackung ist nicht zulässig. Der Begriff «Milch» dürfe für Alternativen auch dann nicht verwendet werden, wenn er negiert wird. Wie hier mit der Bezeichnung «keine Milch».

    Ikea Schweiz äussert sich auf Anfrage nicht zu der Kritik.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    User #3595 (nicht angemeldet)

    Die SVP braucht solche Kleinkinder Lollis. Aber nur mit Schweizer Stinktier Fleisch sind es richtige Lollis🤭

    User #8944 (nicht angemeldet)

    Da war die Dubai Schoggi - nun halt ein Lolli mit Fleischgeschmack. Wer sich das antut … und eine Wurst ist ein rundes Ding mit 2 Enden - muss aber kein Fleisch enthalten, oder? Und ein Plätzli ist ein flaches dünnes Ding, was auch Kartoffelplätzli heissen darf. Hoffentlich finden wir bald etwas, die überzählige Milch in Lollies, Würste oder Plätzli umzufunktionieren, damit diese teure Bauernmisswirtschaft nicht einfach am Steuerzahler hängenbleibt.

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