Self-Checkout bei Ikea ab 18 Jahren? Schild «wird aktualisiert»
Ist der Self-Checkout in der Ikea erst ab 18 Jahren? Ein Schild sorgt für Verwirrung. Der Einrichtungskonzern klärt auf. Und handelt.

Das Wichtigste in Kürze
- In der Ikea Lyssach BE steht beim Self-Checkout, dass dieser für Personen ab 18 ist.
- Der Konzern sagt: Es handle sich um ein Schild aus früheren Zeiten. Als es noch Alk gab.
- Das Schild werde jetzt angepasst.
- Andere Detailhändler erklären, welche Alters-Regeln bei ihnen gelten.
Von jünger bis älter: Self-Checkouts sind aus dem Alltag vieler kaum noch wegzudenken.
Kunden von Ikea sind nun aber überrascht. Gilt beim Einrichtungskonzern etwa das Mindestalter 18, um selbst scannen zu dürfen?
In der Filiale in Lyssach BE hängt bei den Self-Checkouts (Ikea nennt es «Express Check Out ECO») ein grosses Regelschild.

Darauf steht an erster Stelle gelistet: «ECO steht handlungsfähigen Kunden über 18 Jahren zur Verfügung.»
Knallhart-Teenie-Regel bei Ikea?
In der Ikea gibts keinen Alkohol mehr – Schild wird entfernt
Nein. Die Schweizer Presse-Abteilung des Möbel-Schweden erklärt gegenüber Nau.ch: «Die Beschilderung in Lyssach stammt aus einer früheren Phase der Einführung des Self-Checkout-Systems. Im Zuge der Weiterentwicklung des ECO-Konzepts haben wir diese Vorgaben schweizweit vereinheitlicht.»
Nach dem Nau.ch-Hinweis werde man handeln: «Die entsprechende Beschilderung in Lyssach wird zeitnah aktualisiert.»
Grundsätzlich gelte: Der Self-Checkout steht allen Kunden zur Verfügung, die selbstständig und eigenverantwortlich zahlen können.
Doch warum waren die Scanner in früheren Jahren ab 18 Jahren? Ikea Schweiz erklärt auf Nachfrage, dass dies mit dem Alkohol-Verkauf zu tun hatte.
Früher gab es Alk bei Ikea im Shop, mittlerweile nur noch im Restaurant der Kette. So brauche es auch keine «ab 18»-Regeln mehr.
Migros führt neue Alters-Checks am Self-Checkout ein
Wie eine Nau.ch-Umfrage zeigt, sind fixe Altersbeschränkungen auch bei anderen Detailhändlern kaum ein Thema.
Bei der Migros gibt es keine feste Altersgrenze. Aus demselben Grund wie bei Ikea – es werde ja kein Alkohol verkauft. Wichtig sei, dass die Nutzer eigenständig und sicher mit dem System umgehen können.
Dennoch gibt es Einschränkungen, so Medien-Chefin Prisca Huguenin-dit-Lenoir.
«Die Migros hat eine Altersprüfung beim Kauf von pyrotechnischen Waren eingeführt, die beim Anzünden oder Verbrennen Wärme, Licht, Rauch oder Geräusche erzeugen.»
Dazu gehören? «Produkte wie Tischbomben, Knallbonbons, Tortenfeuerwerk oder Wunderkerzen.»
Die Massnahme gilt seit Anfang 2026. «Um potenzielle Risiken im Umgang mit Feuerwerkskörpern zu minimieren. Die Altersprüfung stellt sicher, dass diese Produkte nur an Personen verkauft werden, die mindestens 12 Jahre alt sind.»
Scannen «in jedem Alter», ausser...
Bei Produkten, die ein Mindestalter erfordern, erfolgt auch bei Coop eine Alterskontrolle. Willkommen sind bei den Scannern aber Kunden «in jedem Alter». Zahlen kann man hier anders als in anderen Läden noch mit Bargeld.
Auch Aldi kontrolliert das Alter beim Kauf von alkoholischen Getränken. «Eine generelle Altersgrenze gibt es für unseren Self-Checkout-Service nicht. Kundinnen und Kunden, die über eine gültige Kredit- oder Debitkarte verfügen, können diesen Service nutzen.»















