HIV

    HIV-Infektion: Studentin erhält Entschädigung von Universität Genf

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Genève,

    2011 infizierte sich eine Studentin bei Forschungsarbeiten in Genf wohl mit HIV. Nun endete der Rechtsstreit mit einer Einigung und einer Entschädigung.

    HIV Diagnostik Forscherin
    Die Studentin soll sich beim Forschen an der Uni Genf mit dem HI-Virus angesteckt haben. (Symbolbild) - keystone

    Die Universität Genf (Unige) wird eine italienische Studentin entschädigen, die sich wohl 2011 bei Forschungsarbeiten in einem ihrer Labore mit dem HI-Virus infiziert hatte. Die beiden Parteien haben eine Vereinbarung unterzeichnet, die einen Rechtsstreit beendet.

    Studentin erhält 140'000 Franken

    Die Beteiligten hätten um des Friedens willen das laufende Gerichtsverfahren beenden wollen, sagte ein Sprecher der Universität der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am Mittwoch. Er bestätigte Informationen, die von der Universität Padua (I) veröffentlicht worden waren. Die Entschädigung beläuft sich demnach auf rund 140'000 Franken.

    Der Vergleich, der derzeit abgeschlossen werde, beinhalte keine Anerkennung einer Verantwortung oder von Ansprüchen einer der beiden Parteien, fügte der Sprecher hinzu.

    Die italienische Studentin hatte laut Medien 2011 im Rahmen des europäischen Hochschulprogramms Erasmus einen Studienaustausch in Genf absolviert. Sie sollte zur Fertigstellung ihrer Dissertation forschen und arbeitete in einem Labor mit Proben des HI-Virus. Dieses ist ein bekanntes, sexuell übertragbares Virus und kann die Immunschwächekrankheit Aids auslösen.

    Infektion zunächst rätselhaft

    Nach ihrer Rückkehr nach Italien führte die Studentin bis 2019 ein normales Leben, bis sie bei einer Untersuchung vor einer Blutspende feststellte, dass sie positiv auf HIV getestet worden war. Es blieb jedoch ein Rätsel, wie sie sich mit dem Virus infiziert haben soll.

    Italienische Laboratorien kamen aufgrund einer Gensequenzierung zu dem Schluss, dass das Virus, das die junge Frau in sich trug, «mit den Viren identisch ist, die im Labor in Genf gezeugt wurden», schrieb die Zeitung. Um diese Schlussfolgerungen zu untermauern, begann sie einen Rechtsstreit, der schliesslich mit der aussergerichtlichen Einigung endete.

    Kommentare

    Weiterlesen

    7 Interaktionen
    Fünfte HIV-Heilung

    MEHR IN NEWS

    Man muss die Eltern kritisieren, nicht die Kinder!
    411 Interaktionen
    Schweigepfad-Lärm
    St. Gallen
    St. Gallen
    Vanessa Behrendt AfD
    1 Interaktionen
    Wut in Deutschland
    Frankfurt/Main

    MEHR HIV

    hiv fidschi
    4 Interaktionen
    Notstand ausgerufen
    3 Interaktionen
    Bern
    HIV Breakfast Club
    Zmorge im Spital

    MEHR AUS GENèVE

    Schweizer Nati Slowenien
    221 Interaktionen
    Trotz Fehlstart
    17 Interaktionen
    Genf
    6 Interaktionen
    Genf
    6 Interaktionen
    Genf