Herisau AR: SVP wettert gegen Abschaffung von Obstmarkt-Parkplätzen
Oberirdische Parkplätze sollen als Teil einer Neugestaltung des Platzes und Obstmarktes weichen. Die lokale SVP befürchtet eine Beeinträchtigung des Gewerbes.

Das Wichtigste in Kürze
- In Herisau AR sollen Platz und Obstmarkt neu gestaltet werden.
- Eigentlich sind alle Parteien für das Anliegen, über das am 9. Juni abgestimmt wird.
- Lediglich grosse Teile der SVP lehnen es ab – weil Parkplätze dadurch wegfallen würden.
Im Ausserrhoder Kantonshauptort Herisau wird eine Sanierung des dortigen Obstmarktes und Platzes heiss diskutiert. Am 9. Juni wird gar das Stimmvolk darüber entscheiden.
Eigentlich sind alle Parteien für die Pläne, lediglich grosse Teile der SVP Herisau stellen sich quer. Darüber berichtet die «Appenzeller Zeitung».
Der Grund: Oberirdische Parkplätze am Obstmarkt sollen für die Realisierung des Projekts weichen. Eine grosse Beeinträchtigung für das lokale Gewerbe, wird behauptet.
Gewerbe sieht Chancen in der Veränderung
Aber wie sehen es eigentlich die Gewerbetreibenden selbst? Jürg Mohler ist Inhaber der Bürodesign AG und im Vorstand des Gewerbevereins Herisau verantwortlich für den Detailhandel. Er hält gemäss der Zeitung das vorgeschlagene Projekt für eine «klare Aufwertung für Herisau».

Die meisten Menschen würden einen «schönen, beruhigten Platz» befürworten, so Mohler. Ein «belebtes Zentrum» sei wichtiger als Parkplätze.
Autos sollen stattdessen Tiefgarage nutzen
Ein Teil des Plans zur Neugestaltung beinhaltet die Nutzung der naheliegenden Tiefgarage Gutenberg als Ersatz für die oberirdischen Parkplätze.
Trotz der vermeintlichen Zustimmung des Gewerbes ist sich Reto Sonderegger, Präsident SVP Herisau, sicher, dass es auch andere Meinungen gibt. Gegenüber der «Appenzeller Zeitung» nennt er dabei eine Bäckerei als Beispiel.
Ebenso müsse sichergestellt werden, dass auf den Parkplätzen 30 Minuten umsonst parkiert werden kann. Um Erledigungen im Dorf machen zu können, so Sonderegger. Ob die Tiefgarage dies bieten kann, ist noch offen.
Gemeinderat: Nein an der Urne wäre finanziell verheerend
Gemeinderat Peter Künzle (EVP) warnt derweil gemäss der Zeitung vor einer Ablehnung der Neugestaltung an der Urne.
Die bisherige Planung habe bereits 750'000 Franken gekostet und wäre bei einem Nein plötzlich umsonst gewesen. Eine neue Planung würde etwa eine weitere Million Franken kosten, so der Gemeinderat.












